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Biden nominiert US-Botschafterin in Deutschland

© REUTERS / Mark MakelaAmy Gutmann (Archiv)
Amy Gutmann (Archiv)  - SNA, 1920, 03.07.2021
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US-Präsident Joe Biden hat laut einer Mitteilung seiner Administration die geplante Neubesetzung des Botschafterpostens in Deutschland bekanntgegeben.
Die Politikwissenschaftlerin Amy Gutmann soll künftig die diplomatische Vertretung in Berlin leiten, hieß es am Freitag aus dem Weißen Haus. Bereits vor mehreren Tagen war die Personalie durchgesickert. Die Nominierung muss vom US-Senat bestätigt werden, was noch einige Wochen oder sogar Monate dauern könnte.
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Die 71-Jährige mit deutsch-jüdischen Wurzeln ist Präsidentin der renommierten Pennsylvania University und wäre die erste Frau auf dem US-Botschafterposten in Deutschland. Zuletzt wurde das Amt von Richard Grenell bekleidet und ist nun seit mehr als einem Jahr vakant. Seit Grenells Rücktritt Anfang Juni 2020 wird die diplomatische Vertretung von der Gesandten Robin Quinville kommissarisch geführt.
Gutmann bezeichnete es in einer Stellungnahme vom Freitag als „bedeutsame und außerordentliche Ehre“, für solch eine „wichtige Position“ nominiert zu sein. Sie freue sich darauf, die Werte und Interessen der Vereinigten Staaten gegenüber „einem unserer engsten und wichtigsten europäischen Verbündeten“ zu vertreten.
Bis zu einer Bestätigung durch den Senat werde sie ihr Amt als Universitätspräsidentin behalten, so Gutmann. Sie plane weiterhin, den Posten nach 18 Jahren Ende Juni 2022 aufzugeben. Im Fall einer Bestätigung durch den Senat werde sie wohl einige Monate früher zurücktreten, fügte Gutmann hinzu.
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Gutmanns Vater stammt aus dem bayerischen Feuchtwangen und flüchtete nach der Machtübernahme der Nazis in Deutschland 1934 mit seiner Familie zunächst nach Indien. Später zog er nach New York, wo er heiratete. Amy Gutmann wurde 1949 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren, studierte später Politologie an der Elite-Universität Harvard und lehrte fast drei Jahrzehnte an einer weiteren Spitzen-Uni, Princeton in New Jersey, bevor sie nach Pennsylvania wechselte.
Als Wissenschaftlerin wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2010 wurde sie unter anderem zur „Angesehenen Tochter von Pennsylvania“ ernannt. Von der Zeitschrift „Fortune“ wurde sie 2018 als eine der 50 größten Führungspersönlichkeiten der Welt eingestuft.
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