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Das Aus für Einwegplastik: Deutschland setzt EU-weites Verbot um

© CC0 / analogicus / PixabayWäscheklammer (Symbolbild)
Wäscheklammer (Symbolbild) - SNA, 1920, 02.07.2021
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Ab Samstag sollen in Deutschland sämtliche Einwegplastikprodukte aus dem Handel verschwinden. Das geht aus einer EU-Richtlinie zum Verbot von Plastikgeschirr aus dem Jahr 2019 hervor.
Ab dem 3. Juli tritt eine Änderung des Verpackungsgesetzes in Kraft. Laut der Novelle dürfen unter anderem folgende Einwegkunststoffprodukte nicht mehr in Verkehr gebracht werden: Besteck, Teller, Trinkhalme, Wattestäbchen und Luftballonstäbe sowie Getränkebecher einschließlich Deckeln und To-Go-Lebensmittelbehältnisse aus expandiertem Polystyrol. Mit der sogenannten Einwegkunststoff-Verbotsverordnung setzt die Bundesrepublik die EU-Einwegkunststoff-Richtlinie aus dem Jahr 2019 um.
Das Verbot gilt zudem für Wegwerfbecher, -besteck oder -teller aus biobasierten oder biologisch abbaubaren Kunststoffen. Ebenso ist Einweggeschirr aus Pappe von dem Verbot betroffen, das zu einem geringen Teil aus Kunststoff besteht oder mit Plastik überzogen ist.
So werden Händler ab Samstag verpflichtet, auf Alternativen wie Glas, Metall oder Papier zurückzugreifen. Einwegprodukte, die noch als Lagerbestände vorhanden sind, dürfen laut der Deutschen Presse-Agentur (DPA) weiterhin verkauft werden. Der „Handelsverband Deutschland“ gehe DPA zufolge davon aus, dass es sich „noch um größere Mengen handelt“, die der Handel abverkaufen müsse. Genauere Zahlen würden dem Verband aber nicht vorliegen.
Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) zeigte sich erfreut über das Verbot: „Mein Ziel ist, dass Deutschland Schluss macht mit der Wegwerfmentalität. Das Verbot von überflüssigem Einwegplastik, das morgen in Kraft tritt, ist dabei ein wichtiger Schritt. Mehrweg ist das Mittel der Wahl!“, so Schulze.
Die Umsetzung der EU-Vorschrift ist Aufgabe von einzelnen Mitgliedstaaten. Verlässlichere Daten zum Stand der Umsetzung gebe es nach Angaben der DPA, die sich dabei auf eine Sprecherin des Europäischen Parlaments beruft, zum Stichtag am 3. Juli nicht.
Neben dem Verbot der oben genannten Artikel tritt in Deutschland auch eine spezielle Kennzeichnungspflicht von Wegwerfprodukten in Kraft, bei denen alternative Produkte fehlen. Dazu zählen unter anderem Hygieneprodukte und To-go-Becher, die aus Kunststoffen bestehen oder dieses beinhalten sowie Zigaretten mit kunststoffhaltigen Filtern. Eine Markierung soll Verbraucher vor Umweltschäden durch Plastik warnen und über die richtige Entsorgung informieren.
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