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Schwesig fordert Impfstrategie für Kinder, Stiko sieht bisher keine Notwendigkeit

© SNA / Gustavo Vallente / Zur BilddatenbankImpfung gegen das Coronavirus in Spanien
Impfung gegen das Coronavirus in Spanien  - SNA, 1920, 02.07.2021
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In der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“ hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) die Bundesregierung aufgefordert, bis August eine Impfstrategie für Kinder vorzulegen.
Die Erfahrungen aus England, Portugal und Israel sollten von Epidemiologen, Experten der Ständigen Impfkommission (Stiko) und Kinderärzten ausgewertet und anschließend über die Impfmöglichkeit für Kinder entschieden werden, so Schwesig.
Darüber, ob angesichts der Ausbreitung der noch ansteckenderen Delta-Variante eine Impfempfehlung für Kinder ausgesprochen werden sollte, herrscht weiter Uneinigkeit. Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sieht keine erhöhte Bedrohung für Kinder und Jugendliche.
„Wenn man sich die Daten genau anschaut, sowohl der ECDC als auch der UK-Berichterstattung, dann kann man eigentlich nicht finden, dass es einen Hinweis darauf gibt, dass die Delta-Variante zu schwereren Krankheitsverläufen bei Kindern und Jugendlichen führt“, sagte er in einem Interview für „Maybrit Illner“.
Zuletzt hatte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gefordert, die Stiko solle eine Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige aussprechen. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) hatte Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), den Vorstoß als „hochproblematisch und wissenschaftlich fragwürdig“ bezeichnet und ebenfalls darauf verwiesen, dass es keine belastbaren Zahlen darüber gebe, dass mit Delta infizierte Kinder und Jugendliche schwerere Krankheitsverläufe hätten.
„Die Stiko sollte daher bei ihrer Haltung bleiben, es sei denn, die wissenschaftlichen Erkenntnisse verändern sich in der Zeit. Es ist unverantwortlich, jetzt den Druck auf die Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern zu erhöhen.“
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