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„Rechtfertigungen und Indifferenz“: Kritik aus Moskau nach rechtsextremem Vorfall in Litauen

© SNA / Maksim BlinovAussicht auf den Moskauer Kreml
Aussicht auf den Moskauer Kreml - SNA, 1920, 02.07.2021
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Die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat auf ihrem Telegram-Kanal den jüngsten brisanten Fall mit deutschen Soldaten in Litauen kommentiert.
Ende April hatten Bundeswehr-Angehörige bei einem Trinkgelage in einem litauischen Hotel Nazi-Parolen ausgerufen und Nazi-Lieder gesungen. Einer der Soldaten versuchte sogar, seinen Dienstkollegen zu vergewaltigen. Das deutsche Verteidigungsministerium versprach, den Fall zu untersuchen und die Schuldigen zu bestrafen.
Laut Sacharowa ist das kein Einzelfall, da die „NS-Ideologie“ in der Armee Deutschlands vor Augen geführt worden sei. Die Sprecherin kritisierte die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer wegen „abwegigen Rechtfertigungen und Indifferenz“ gegenüber der Verbreitung nazistischer Ideen in der Armee. Gewalt und Radikalismus beim Militär und nicht „vermeintliche russische Bedrohung“ sollten als Hauptproblem auf die Tagesordnung des Landes gesetzt werden.
Litauen (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.07.2021
„Geschichtsvergessenheit der Bundeswehr in Litauen ist alarmierend“ – Linken-Politiker Hahn
„Ohne das Thema Waffenbrüderschaft der ‚Partner in der Nato‘ zu berühren, möchte man darauf aufmerksam machen, dass das Eindringen der NS-Ideologie in das System der Streitkräfte eines jeden Staates völlig unzulässig ist. Erst recht in Deutschland“, betonte Sacharowa. Sie brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass derartige Fälle sich in Zukunft nicht wiederholen werden.
Im September 2020 wurde bekannt, dass in Deutschland rund 30 Polizisten vorübergehend von ihrem Dienst suspendiert wurden, nachdem sie dabei erwischt wurden, Fotos des Führers des Dritten Reiches, Adolf Hitler, auszutauschen. Den Sicherheitskräften wird auch vorgeworfen, an rechtsextremistischen Chats teilgenommen zu haben, auf denen Nazi-Symbole veröffentlicht wurden.
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