Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde
 - SNA, 1920
Afghanistan
Aktuelle Nachrichten aus Afghanistan

AKK: Bundeswehr hat ihre Aufträge in Afghanistan erfüllen können

© AP Photo / Michael SohnHelikopter der Bundeswehr (Archivbild)
Helikopter der Bundeswehr (Archivbild) - SNA, 1920, 02.07.2021
Abonnieren
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sichert Kabul weitere Unterstützung zu. Die Bundeswehr habe ihre Aufträge in Afghanistan erfüllen können, sagte sie den „ARD-Tagesthemen“ am Mittwochabend. Eine ganze Generation in Afghanistan habe die Chance gehabt aufzuwachsen – „unter anderen Bedingungen, als es vorher der Fall war“.
„Über 20 Jahre war Afghanistan kein sicherer Ort für Terroristen“, sagte die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer von der CDU am Mittwochabend gegenüber den „ARD-Tagesthemen“. Jetzt gehe es darum das abzusichern. Das sei die Aufgabe der afghanischen Regierung und Sicherheitskräfte. Dabei sollen sie nach dem Abzug der internationalen Truppen nicht alleingelassen werden.
„Auch wenn wir militärisch das Land verlassen, müssen wir weiter an der Seite Afghanistans bleiben, etwa dadurch, dass wir auch zivil weiter unterstützen oder dadurch, dass wir auch innerhalb der Nato darüber reden, wie wir zum Beispiel die afghanische Armee weiter unterstützten können“, erklärte Kramp-Karrenbauer in der Sendung. Die letzten deutschen Soldaten aus Afghanistan waren am Mittwoch in die Bundesrepublik zurückgekehrt.
Mit Blick auf mögliche künftige und laufende internationale Einsätze sagte sie, dass man sehr genau darüber nachdenken müsse, was „realistische politische Ziele“ seien. „Das ist für mich eine der Lehren, die ich ziehe und die wir vor allen Dingen mit Blick auf Mali auch beachten müssen“, betonte die Ministerin.
Sie bezog sich dabei auf die Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali (MINUSMA) in Westafrika. Am vergangenen Freitag waren dort bei einem Selbstmordanschlag zwölf deutsche Soldaten und ein belgischer Blauhelm-Soldat verletzt worden. Seit dem Beginn der Mission im Jahr 2013 starben dort 247 UN-Angehörige. Die Mission sei damit laut UN-Angaben der viert verlustreichste Einsatz der Vereinten Nationen nach „Unifil“ in Libanon mit 322 Todesopfern, „Unamid“ in Darfur mit 294 sowie der „Onuc“-Mission im Kongo mit 249. Derzeit beteiligen sich etwa 900 deutsche Soldaten an der UN-Mission, die den Friedensprozess in Mali unterstützen soll.
Taliban-Käpmfer in Afghanistan (Archivfoto) - SNA, 1920, 11.06.2021
Afghanistan
Afghanistan: Taliban erobern weiteren strategisch wichtigen Bezirk
Ein Fehler sei es gewesen, dass der Eindruck vermittelt worden sei, man könne aus Afghanistan schnell einen Staat „nach europäischem Vorbild“ machen, so die Ministerin. „Deswegen wird heute das, was wir wirklich erreicht haben, die Verbesserungen, die es für eine ganze Generation gegeben hat, eher geringgeachtet. Ich glaube, diesen Fehler dürfen wir mit Blick auf andere internationale Einsätze, etwa in der Sahelzone, etwa in Mali, nicht wiederholen.“
Ob die Ausbildungsmission der Bundeswehr in Mali stabiler verlaufen werde, hänge von der dortigen politischen Situation ab. Die CDU-Politikerin könne sich nicht vorstellen, „dass wir am Ende Soldaten ausbilden, die dann immer zum Werkzeug gemacht werden, um zivile Strukturen im Rahmen von Staatsumstürzen zu bekämpfen“.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала