Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Nach 25-Millionen-Forderung: Prags Botschafter in Moskau einbestellt

© REUTERS / MAXIM SHEMETOVDer Rote Platz in Moskau
Der Rote Platz in Moskau - SNA, 1920, 01.07.2021
Abonnieren
Das russische Außenministerium hat den tschechischen Botschafter einbestellt. Grund dafür ist eine Forderung von gut 25 Millionen Euro, die die Führung in Prag von Moskau als Entschädigung für die Explosion im Munitionslager Vrbetice verlangt.
Die tschechische Regierung wirft russischen Geheimdiensten vor, 2014 eine Explosion im Munitionslager Vrbetice verursacht zu haben. Neuerdings verlangt Prag von Moskau sogar, für den entstandenen Schaden aufzukommen. Die Höhe der Entschädigung beziffert die tschechische Regierung auf umgerechnet 25,5 Millionen Euro.
Das russische Außenministerium hat in diesem Zusammenhang den tschechischen Botschafter in Moskau einbestellt. Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa erklärte dazu, der Vorgang erinnere an die „Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“, den Satireroman des Tschechen Jaroslav Hašek. Es sei dieselbe Absurdität zu erkennen: mitunter werde die Grenze zwischen Vernunft und Widersinnigkeit überschritten.
Die tschechische Regierung hat bisher keine Beweise für eine Beteiligung der russischen Geheimdienste an der Explosion in Vrbetice vorgelegt. Die russische Führung weist alle Vorwürfe als empörend und unbegründet zurück. Dennoch verwies Prag vor längerer Zeit 18 russische Diplomaten des Landes – Russland reagierte mit der Ausweisung von 20 Mitarbeitern der tschechischen Botschaft in Moskau. Darauffolgend hat die russische Regierung Tschechien, neben den Vereinigten Staaten, als unfreundlichen Staat eingestuft und gelistet.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала