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Nach Würzburg-Attacke: Seehofer spricht von gescheiterter Integration

© REUTERS / FABIAN SOMMERBundesinnenminister Horst Seehofer nimmt am 20. Juni 2021 in Berlin an einer offiziellen Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer von Vertreibung im Zweiten Weltkrieg teil. Symbolbild
Bundesinnenminister Horst Seehofer nimmt am 20. Juni 2021 in Berlin an einer offiziellen Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer von Vertreibung im Zweiten Weltkrieg teil. Symbolbild - SNA, 1920, 30.06.2021
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Nach Ansicht des Bundesinnenministers Horst Seehofer dient der tödliche Messerangriff in Würzburg als ein Beispiel für den gescheiterten Integrationsprozess in Deutschland.
„Wenn ein junger Mann sechs Jahre in einem Obdachlosenheim lebt, ohne dass jemand hinschaut und sich kümmert, dann kann ich mit unserer Politik nicht zufrieden sein, da fehlt es am Bewusstsein“, sagte Seehofer am Mittwoch gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“.
Der Minister frage sich allerdings, warum der Täter nach sechs Jahren im Land in einer Obdachlosenunterkunft lebe. „Damit können wir uns doch nicht abfinden“, so er. Dies werfe die Frage auf, ob die Integrationsbemühungen verstärkt werden müssen. Gleichzeitig sollten ihm zufolge solche Vorfälle nicht verharmlost werden.
Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt äußerte sich in dieser Frage ähnlich. „Wenn wir Menschen mit sehr schwierigen Biografien aufnehmen, ist klar, dass das nicht einfach ist, sie womöglich auch eine Form der Begleitung brauchen“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. Es müsse zukünftig genügende staatliche Begleitung geben, forderte er. Der Integrationsprozess dauere allerdings Jahrzehnte, denn alle brauchen Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen.
Polizisten sichern Tatort der Messerattacke in Würzburg.  - SNA, 1920, 28.06.2021
Tödlicher Angriff in Würzburg: Tatverdächtiger war 2015 in Sachsen auffällig

Messer-Attacke in Würzburg

Ein 24-jähriger Somalier hatte am Freitagnachmittag in der Würzburger Innenstadt drei Frauen getötet. Zudem verletzte er laut Polizei mit einem Messer drei weitere Frauen, ein Mädchen und einen Jugendlichen lebensgefährlich sowie einen Mann und eine weitere Frau leicht. Bislang ist unklar, ob der zuvor psychisch auffällige Mann aus islamistischen Motiven handelte oder während der Bluttat verwirrt war. Der Verdächtige ist wegen dreifachen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung sowie vorsätzlicher Körperverletzung in Untersuchungshaft.
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