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Sechs Meteoriten-Rekorde in Deutschland

CC BY-SA 3.0 / H. Raab / Wikimedia CommonsMeteorit Neuschwanstein, der am 6. April 2002 in Bayern gefallen ist.
Meteorit Neuschwanstein, der am 6. April 2002 in Bayern gefallen ist. - SNA, 1920, 30.06.2021
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Am 30. Juni feiern Astronomen in Erinnerung an das berühmte Tunguska-Ereignis den Meteoritentag. Aus diesem Anlass haben wir Meteoriten-Rekorde aufgelistet, die in den heutigen Grenzen Deutschlands aufgestellt worden sind. Ein kleiner Spoiler: Unter den Bundesländern gibt es gleich zwei Champions und mehrere Loser.
Laut dem Portal „Meteoritical Bulletin“, das die Klassifizierung sowie eine kurze Beschreibung aller Meteorite enthält, die jemals auf unserer Welt gefunden wurden, sind in Deutschland auf seiner heutigen Fläche insgesamt mehr als 50 offiziell anerkannte Funde von Meteoriten registriert. 35 davon wurden beobachtet, bevor sie auf die Erde fielen.

1. Der älteste Meteorit in Deutschland

Der frühste Meteoritenfall soll im Jahr 1647 in der Nähe von Stolzenau stattgefunden haben. Es soll ein kleiner und 150 Gramm schwerer Steinmeteorit gewesen sein. Die genaueren Daten sind aber unbekannt, denn der Meteorit ist verloren gegangen und konnte nicht wissenschaftlich untersucht werden.
Der Fall Stolzenau ist, genauso wie zwei andere Fälle – der von 1671 in Ortenau und von 1775 in Bad Rodach –, zwar belegt und von der Meteoritischen Gesellschaft offiziell anerkannt worden, konnte aber nie wissenschaftlich untersucht und klassifiziert werden, da diese drei ehemals vorhandenen Meteoriten verloren gingen, schreibt das Portal „Nördlinger Ries“.

2. Der jüngste Meteorit in Deutschland

Der letzte bisher bekannte Meteorit wurde am 12. September 2019 im schleswig-holsteinischen Flensburg entdeckt. Er wiegt 24,5 Gramm und befindet sich heute im Institut für Planetologie in Münster.

3. Der leichteste Meteorit in Deutschland

Der leichteste Meteorit fiel 1886 in Barntrup und wog 17,3 Gramm. Die größten erhaltene Teile sind im Lippeschen Landesmuseum Detmold und im Naturhistorischen Museum Wien zu sehen.
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4. Der schwerste Meteorit in Deutschland

Der schwerste Meteorit wurde 1805 in Bitburg gefunden und wog stolze 1,5 Tonnen. Versuche zum Schmelzen in einem Hochofen gelangen nicht. Aber durch den Schmelzversuch wurde dieser Eisenmeteorit fast vollständig verändert. Nur wenige Gramm des Original-Materials werden im Naturkundemuseum Berlin sowie im Naturhistorischen Museum Wien aufbewahrt. Nach einigen Angaben sind derzeit weltweit noch etwa 15 Kilogramm verändertes Material erhalten geblieben.

5. Bundesland mit den meisten Meteoriten-Fällen

Der Champion unter den deutschen Bundesländern ist Niedersachsen. Es hat am meisten kosmische „Gäste“ angezogen. Hier sind insgesamt neun Meteoritenfälle registriert worden.

6. Bundesland mit dem schwersten Meteoriten-Gesamtgewicht

Auf den anderen Champion-Titel kann Rheinland-Pfalz stolz sein, denn dort sind insgesamt 1,519 Tonnen Meteorite aus dem Weltraum gelandet.

Die von Meteoriten „ignorierten“ Bundesländer

Das sind Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland.
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„Meteoritical Bulletin“

Die Datenbasis „Meteoritical Bulletin“ wird von der Meteoritical Society (deutsch: Meteoritische Gesellschaft) gepflegt. Das ist eine gemeinnützige wissenschaftliche Organisation mit Sitz in Chantilly (US-Bundesstaat Virginia), die im Jahr 1933 gegründet wurde. Der Gesellschaft gehören mehr als 1000 Wissenschaftler und Amateur-Enthusiasten aus über 50 Ländern an. Sie befassen sich mit Themen, die mit der Planetenwissenschaft und solchen Interessenbereichen wie Meteoriten, kosmischer Staub, Asteroiden und Kometen sowie natürlichen Satelliten verbunden sind.

„Tunguska-Ereignis“

Am 30. Juni 1908 gegen 07:15 Uhr Ortszeit gab es in Sibirien laut vielen Augenzeugen mehrere große Explosionen. Unter den Ursachen wird als wahrscheinlichste der Eintritt eines Asteroiden beziehungsweise eines kleinen Kometen in die Erdatmosphäre angesehen. Das Naturphänomen hielt sich eine Zeitlang über dem örtlichen Fluss Steinige Tunguska. Infolge der Explosion stürzten damals Bäume auf einer Fläche von mehr als 2000 Quadratkilometern um, die ohrenbetäubenden Donnerschläge waren über mehr als tausend Kilometer zu hören, Fensterscheiben zerbrachen in Häusern noch mehrere hundert Kilometer vom Epizentrum entfernt. Mehrere Nächte lang nach dem Ereignis wurden im Gebiet vom Atlantik bis nach Zentralsibirien ein starkes Nachthimmelglühen und silbern leuchtende Wolken von außergewöhnlichem Glanz beobachtet. Die Erschütterung der Erdrinde registrierten die Seismographen in allen meteorologischen Stationen Europas und Nordamerikas.
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