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Trotz Hacklerreglung: Pensionskluft zwischen Geschlechtern nimmt in Österreich weiter zu

© CC0 / Alexas_Fotos / pixabayPensionskluft (Symbolbild)
Pensionskluft (Symbolbild) - SNA, 1920, 30.06.2021
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Die Pensionskluft zwischen Frauen und Männern in Österreich wird dieses Jahr noch größer. Auch die Verlängerung der sogenannten „Hacklerreglung“ soll dagegen nicht weiter geholfen haben, berichtet der Österreichische Rundfunk (ORF) unter Berufung auf die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) am Dienstagabend.
Nach PVA-Angaben liegt der durchschnittliche Rentenbetrag bei Frauen, die 2020 in die Rente gingen, bei 56 Prozent der Pension der Männer. Im Vorjahr waren es noch 60 Prozent. Dies lässt sich laut der Behörde darauf zurückführen, dass nur drei Frauen aus der Neufassung der Hackler-Pension Nutzen ziehen konnten. Dagegen nahmen mehr als 11.000 Österreicher die verlängerte Regelung für Langzeitversicherte in Anspruch.
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Die Hacklerreglung ermöglicht einen früheren Rentenantritt ohne Abschläge für Männer, die 45 Beitragsjahre nachweisen können, und für Frauen, die 40 Beitragsjahre haben. Laut der PVA blieb 2020 das Pensionsantrittsalter bei Frauen mit durchschnittlichen 59,3 Jahren unverändert. Bei Männern stieg dieses hingegen um 0,2 auf 61,3 Jahre und damit wieder auf das Niveau von 2018.
Zudem musste die PVA feststellen, dass deutlich mehr Neupensionisten von der Neufassung der Hackler-Pension profitieren konnten, als erwartet wurde: Die PVA meldete 11.063 Neupensionisten mithilfe der Regelung, wobei offiziell mit rund 7000 Fällen gerechnet worden war. Die PVA verzeichnete außerdem, dass die durchschnittliche Pensionshöhe bei Männern um 14,7 Prozent auf 2.588,77 Euro stieg, während bei Frauen diese nur um 5,3 Prozent auf 1.457,35 Euro, gerechnet auf die Neuzugänge in die Alterspension, zunahm. Im Vorjahr konnten die Österreicher im Durchschnitt ungefähr 300 Euro durch die Abschlagsfreiheit gewinnen.
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2020 beantragten die Österreicher mit 44.318 Anträgen seltener eine Berufsunfähigkeits- oder Invaliditätspension als im Vorjahr. Dies entspricht nach PVA-Informationen einem Rückgang von 13,9 Prozent. Die Behörde geht davon aus, dass wegen starker Nutzung der Homeoffice-Möglichkeit und der Kurzarbeit die Belastungssituation „offenbar geringer“ geworden sei.
Infolge der Pandemie soll auch die Zahl der Pensionisten pro Versicherte um 3,7 Prozent gestiegen sein. 2019 gab es 572 Pensionisten auf 1.000 Versicherte, 2020 waren es 594. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt habe zwar die Anzahl der Versicherten verringert, aber die Anzahl der Pensionen sei durch die geburtenstarken Jahrgänge gestiegen, erklärt die PVA.
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