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„Wir schlafen wie Ratten“: Hunderte Migranten starteten in Brüssel Hungerstreik

© AFP 2021 / JOHN THYSMigranten in Brüssel (Archivbild)
Migranten in Brüssel (Archivbild) - SNA, 1920, 30.06.2021
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Aus Protest wegen Nichtanerkennung ihres Status sind Hunderte Migranten seit mehreren Wochen in der belgischen Hauptstadt Brüssel im Hungerstreik. Einige sollen sich sogar aus Protest ihre Lippen zugenäht haben. Die Besorgnis über die Situation wächst, berichtet Reuters am Mittwoch.
Mehr als 400 Migranten sollen demnach am 23. Mai den Hungerstreik gestartet haben, und viele seien jetzt sehr schwach. Durch die Aktion wollen sie die rechtliche Anerkennung und den Zugang zu Arbeit und sozialen Diensten erreichen. Viele von ihnen, die hauptsächlich aus Südasien und Nordafrika stammen, leben seit Jahren in Belgien, einige seit mehr als einem Jahrzehnt. Doch habe die Pandemie ihre Lebenssituation aufs Spiel gesetzt.
„Wir schlafen wie Ratten“, sagte Kiran Adhikeri, ein Migrant aus Nepal, der als Koch arbeitete, bis Restaurants wegen der Pandemie geschlossen wurden. „Ich habe Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, der ganze Körper ist voller Schmerzen.“ Das Gesundheitspersonal versuche nun, sich um die Streikenden zu kümmern, und verwende dabei Salztropfen, um sie mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Die belgische Regierung sagte allerdings, sie werde mit den Hungerstreikenden nicht über ihr Plädoyer für eine formelle Aufenthaltsgenehmigung verhandeln. Aber man wolle mit ihnen über ihre Notlage sprechen.
„Es gibt Regeln und Vorschriften (...) ob es um Bildung geht, ob es um Arbeitsplätze geht, ob es um Migration geht, die Politik braucht Regeln“, sagte der Junior-Minister für Asyl und Migration, Sammy Mahdi, am Dienstag.
In Belgien sollen zurzeit etwa 150.000 undokumentierte Migranten leben. Trotz EU-Forderungen verstärken viele Regierungen den Schutz ihrer Grenzen, verschärfen die Asylgesetze und wollen keine Neuankömmlinge aufnehmen.
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