„Russische Hackerangriffe“ auf deutsche Banken? Innenministerium dementiert Bericht

© SNA / Alexej Malgawko  / Zur BilddatenbankHackerangriff (Symbolbild)
Hackerangriff (Symbolbild) - SNA, 1920, 30.06.2021
Nach Informationen der „Bild“-Zeitung haben staatliche „russische Hacker“ in den vergangenen Tagen anscheinend die Infrastruktur und das Bankenwesen in Deutschland angegriffen. Das Bundesinnenministerium und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben dies am Mittwoch allerdings nicht bestätigt.
„Die zuständigen Sicherheitsbehörden haben zum jetzigen Zeitpunkt keinen Hinweis darauf, dass es großangelegte Cyber-Angriffe gegeben hat“, zitiert Reuters einen Sprecher des Bundesinnenministeriums. Es gebe auch kein verstärktes Aufkommen an Cyberangriffen. Man habe nur einen DDoS-Angriff auf einen Dienstleister verzeichnet, der erfolgreich abgewehrt worden sei, so der Sprecher.
„Wir können Berichte nicht bestätigen, dass es zu massiven Cyber-Angriffen auf deutsche Banken aus Russland gekommen ist“, erklärte auch ein BSI-Sprecher. Auch die Dachorganisation der privaten Geldhäuser, Volksbanken und Sparkassen (DK) habe den Bericht zurückgewiesen.

Bericht über Hackerangriffe

Laut der „Bild“-Zeitung hätte die Hackergruppe „Fancy Bear“ aus Russland vor kurzem die deutschen Volks- und Raiffeisenbanken attackiert. Dadurch seien einige Webservices eine Weile nicht oder nur sporadisch erreichbar gewesen, hieß es in dem Bericht. Daten der Kunden seien dabei nicht in Gefahr gewesen.
Experten verwiesen allerdings darauf, dass es eine Verwechselung geben könnte, denn es gebe auch eine Hackergruppe mit dem Namen „Fancy Lazarus“, die aber eher als kriminelle Gruppe eingestuft werde.
Weißes Haus (Archiv) - SNA, 1920, 21.06.2021
Weißes Haus: Washington wird Moskau vor Cyberattacken nicht vorwarnen
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала