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Deutsche Mannschaft plant Kniefall-Aktion bei England-Spiel - „Schwarze Menschen“ fordern mehr

© REUTERS / MATTHIAS HANGSTDeutsche Nationalmannschaft feiert nach dem Spiel gegen Ungarn.
Deutsche Nationalmannschaft feiert nach dem Spiel gegen Ungarn. - SNA, 1920, 29.06.2021
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Am Dienstagabend will auch die deutsche Nationalmannschaft vor Anpfiff des EM-Spiels gegen England mit einer Kniefall-Aktion ein Zeichen gegen Rassismus setzen.
Seit dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA gehen vor allem die Spieler des englischen Nationalteams vor jedem Spiel gegen Rassismus auf die Knie. Der Kniefall war in der englischen Premier League auch von immer mehr Sportlern vor Spielen oder bei Toren und Erfolgen gezeigt worden. Der Geste schließt sich nun auch die DFB-Elf, wie der Kapitän und Nationaltorwart Manuel Neuer am Montagabend bestätigte. Er selbst trägt auf den Spielen eine Regenbogen-Kapitänsbinde – als Zeichen für Toleranz und Vielfalt.
LGBT-Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.06.2021
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Die Union der Europäischen Fußballverbände Uefa hatte dieser Geste nach einer kurzzeitigen Überprüfung grünes Licht gegeben. Im Grunde genommen setzt sich die Organisation mit der eigenen Aktion „Vereint gegen Rassismus“ schon gegen jede Form von rassistischer Diskriminierung ein. Diese ist vor allem im Fußball bekannt. Im April dieses Jahres wurde in Spanien etwa wegen einer rassistischen Äußerung eine Partie zwischen dem FC Cádiz und dem FC Valencia unterbrochen, nach 30 Minuten aber fortgesetzt. Die Uefa hat unter anderem wegen „möglicher diskriminierender Vorfälle“ bei EM-Spielen in Budapest Ermittlungen aufgenommen. Unter anderem Frankreichs Stürmer Kylian Mbappé wurde von einigen Fans teils wüst und rassistisch beschimpft worden.

Initiative „Schwarze Menschen“ wünscht sich mehr Einsatz gegen Rassismus

Die Initiative „Schwarze Menschen“ in Deutschland hat die geplante Kniefall-Aktion der Nationalmannschaft zwar begrüßt, aber auch mehr Handeln gefordert. „Der Kniefall des DFB-Teams ist eine richtige Geste“, sagte der Sprecher Tahir Della dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Dienstag. Im Fußball müsse aber mehr gegen Rassismus getan werden. „Der Kniefall darf keine symbolische Geste bleiben“, warnte er und forderte, eine stärkere Überprüfung der Strukturen im Fußball auf Rassismus.
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