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Diese Veränderung im Körper könnte zu Long Covid führen - neuer Bericht aus Deutschland

© AFP 2021 / VALERIE MACONEine Person in den USA macht einen Antikörpertest mit Blutentnahme. Symbolbild
Eine Person in den USA macht einen Antikörpertest mit Blutentnahme. Symbolbild - SNA, 1920, 29.06.2021
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Forscher des Max-Planck-Zentrums für Physik und Medizin in Erlangen haben festgestellt, dass eine Covid-19-Erkrankung die Größe und Steifigkeit roter und weißer Blutkörperchen deutlich verändert – zum Teil über Monate hinweg. Dies könnte erklären, warum manche Betroffenen noch lange nach einer Infektion an Folgen leiden.
Mit dem neuen Befund wird der Verdacht einer möglichen Verbindung nun gestärkt. Denn richtig verstanden ist das Post-Covid-19-Syndrom, oder Long Covid, noch nicht. Ob Atemnot, Müdigkeit und Kopfschmerzen, – manche Patienten leiden nach einer schweren Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV- 2 noch ein halbes Jahr und länger an Langzeitfolgen der Erkrankung.
Im April hatten US-Forscher etwa festgestellt, dass Corona-Patienten häufiger neurologische oder psychische Probleme haben, als Menschen mit anderen Atemwegserkrankungen. Auch das Risiko für Angsterkrankungen oder Stimmungsschwankungen soll nach einer Erkrankung an Covid-19 um 44 Prozent höher liegen als nach einer Grippe. Einen Grund dafür hat die US-Studie aber nicht gefunden.

Veränderte Blutzellen

Das deutsche Team vom Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie dem Deutschen Zentrum für Immuntherapie hat dafür die mechanischen Zustände von roten und weißen Blutkörperchen untersucht. „Dabei haben wir deutliche und langanhaltende Veränderungen der Zellen messen können – während einer akuten Infektion und auch noch danach“, wird Jochen Guck, Direktor am Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, in einer Mitteilung zitiert. Das habe Folgen für Diagnose und Behandlung von Covid-19.
Um die Blutzellen zu analysieren, haben die Forscher ein selbst entwickeltes Verfahren namens Echtzeit-Verformungszytometrie genutzt. Auf diese Weise wurden über vier Millionen Blutzellen von 17 akut an Covid-19 erkrankten Patienten, von 14 Genesenen und 24 Gesunden als Vergleichsgruppe untersucht.
Dabei zeigte sich, dass beispielsweise die Größe und Verformbarkeit der roten Blutkörperchen von Erkrankten stärker schwankte als die von Gesunden. Das deutet auf eine Schädigung dieser Zellen hin und könnte das erhöhte Risiko von Gefäßverschlüssen und Embolien der Lunge erklären. Zudem kann dadurch die Sauerstoffversorgung, die zu den Hauptaufgaben der Erythrozyten zählt, bei Infizierten beeinträchtigt sein.
Ein Bild zeigt eine Spritze mit dem Astrazeneca-Impfstoff, der zusammen mit der Universität Oxford entwickelt wurde. Symbolfoto - SNA, 1920, 07.04.2021
Studie: Risiko für Angsterkrankungen nach Corona um 44 Prozent höher als nach Grippe
Die weißen Blutkörperchen Lymphozyten waren bei Corona-Patienten den Ergebnissen zufolge dabei deutlich weicher, was auf eine starke Immunreaktion hinweisen kann. Als die Forschenden dann noch die Neutrophilen Granulozyten beobachteten, eine weitere Gruppe weißer Blutkörperchen der angeborenen Immunabwehr, blieben diese Zellen sieben Monate nach der akuten Infektion drastisch verändert.
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