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Bundeskriminalamt: Extremer Anstieg von Subventionsbetrug – vor allem bei Corona-Soforthilfen

Euro-Scheine - SNA, 1920, 29.06.2021
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Die Fallzahlen der Wirtschaftsdelikte in Deutschland haben 2020 gegenüber dem Vorjahr um mehr als ein Fünftel zugenommen. Dabei haben die kriminellen Akteure nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) neu entstandene Möglichkeiten zur Tatbegehung genutzt.
Die kriminellen Akteure im Bereich der Wirtschaftskriminalität hätten sich an die zahlreichen Auswirkungen der Corona-Pandemie angepasst, heißt es im „Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität 2020“, den das BKA am Dienstag veröffentlicht hat.
Der registrierte Anstieg der Gesamtfallzahlen von Wirtschaftskriminalität um 21, 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sei größtenteils auf die Entwicklung im Bereich des Subventionsbetrugs zurückzuführen.
So habe die missbräuchliche Beantragung beziehungsweise Inanspruchnahme von sogenannten „Corona-Soforthilfen“ einen Anstieg der Fallzahlen von Subventionsbetrug von 318 im Jahr 2019 auf 7585 Fälle im Berichtsjahr 2020 verursacht.
Der durch die Auszahlung von derartigen „Corona-Soforthilfen“ entstandene Schaden habe 151,3 Millionen Euro im Jahr 2020 ausgemacht.
Mädchen in einer Gesichtsmaske (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.06.2021
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Einen Anstieg verzeichnete das BKA auch bei den Betrugs- und Untreuedelikten im Zusammenhang mit Kapitalanlagen: 2020 seien die Fallzahlen erstmals seit 2017 wieder gestiegen, und zwar um 36,6 Prozent auf 4865 Fälle gegenüber dem Vorjahr.
Immer größere Ausmaße nehme das betrügerische „Cybertrading“, also der inkriminierte Handel mit Finanzinstrumenten auf Online-Plattformen, an. Dabei würden die Täter immer professioneller und lockten mögliche Opfer zunehmend durch vermeintlich seriöses Marketing über die sozialen Medien und das Internet an.
Die Summe der durch die Wirtschaftskriminalität entstandenen Schäden im Berichtsjahr 2020 liege bei 3,011 Milliarden Euro – 2019 sollen es 2,973 Milliarden Euro gewesen sein. Dies entspreche einem Anteil von 44,9 Prozent von dem Gesamtschaden in Höhe von 6700 Milliarden Euro.
Gericht (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.03.2021
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Insgesamt habe die Polizei im Berichtsjahr 2020 in Deutschland 49.174 Wirtschaftsdelikte registriert – 2019 waren es 40.484 Fälle. Der Wert habe im Vergleich zum Vorjahr um 21,5 Prozent zugenommen. Erstmals seit 2017 sei die Anzahl der polizeilich erfassten Fälle von Wirtschaftskriminalität wieder gestiegen.
Die Anzahl ermittelter Tatverdächtiger sei gegenüber dem Vorjahr um 27,9 Prozent auf 28.509 Personen gestiegen, der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger betrage dabei 29,4 Prozent und habe gegenüber dem Vorjahr um 51,7 Prozent zugenommen.
Die Aufklärungsquote weise mit 91,5 Prozent das hohe Niveau der letzten Jahre auf.
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