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„Transgender-Menschen für mich widerlich“: Zeman stärkt Orban den Rücken

© SNA / Alexej WitwizkijDer tschechische Präsident Miloš Zeman (Archivbild)
Der tschechische Präsident Miloš Zeman (Archivbild) - SNA, 1920, 28.06.2021
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Der tschechische Präsident Milos Zeman hat den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban im Streit mit der EU über das nationale Gesetz unterstützt, das die Verbreitung von Informationen über die Homosexualität und Transsexualität unter Minderjährigen in Schulen verbietet.
In einem TV-Interview, das am Sonntag ausgestrahlt wurde, gab Zeman zu, er könne zwar „Schwule und Lesben verstehen“. Bei Transgender-Menschen sei das allerdings nicht der Fall.
Jeder, der sich einem geschlechtswechselnden chirurgischen medizinischen Eingriff unterziehe, begehe „das Verbrechen der Selbstverstümmelung“, sagte er. Derartige medizinische Operationen würden ein Risiko in sich bergen.
„Für mich sind Transgender-Menschen wirklich widerlich“, äußerte Zeman.
Zudem unterstützte er den ungarischen Ministerpräsidenten, Viktor Orban. Der ungarische Premier trete nicht gegen die LGBT-Gemeinschaft auf, er möchte bloß die Kinder vor Manipulationen schützen, die während der Sexualerziehung unternommen würden, so Zeman. „Ich sehe keinen Grund, ihm zu widersprechen, denn ich bin völlig irritiert von den ‚Suffragetten‘ der Me-Too-Bewegung sowie von der Prague Pride“.
„Wenn ich etwas jünger wäre, würde ich eine riesige heterosexuelle Demonstration in Prag organisieren. Und es werden Millionen von uns sein“, so Zeman weiter.
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Die sexuelle Orientierung ist nach Ansicht von Zeman eine persönliche Sache eines Menschen. Wenn man als Mitglied einer sexuellen Minderheit aber seine Orientierung zur Schau stelle, so erhebe man sich über die anderen.
In Bezug auf die Geschlechtserziehung in der Schule sagte der tschechische Präsident, er habe nichts dagegen, auch wenn die Schüler über die LGBT-Gemeinschaft aufgeklärt würden. Dies würde jedoch nicht in der Grundschule, sondern erst in der Oberstufe Sinn haben.
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Zuvor hatte das ungarische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das Publikationen verbietet, die Kindern und Jugendlichen zugänglich sind und Sexualität darstellen, die von der heterosexuellen abweicht. 13 EU-Länder verurteilten das Gesetz. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete die umstrittene Regelung als „Schande“.
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