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Spinnen können Schlangen fressen: Schwarze Witwe „erfolgreichste Jägerin“ – Studie

Spinne (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.06.2021
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Spinnen sind eher als Insektenfresser bekannt, doch einige von ihnen können selbst vielfach größere Schlangen erbeuten und fressen. Besonders „erfolgreich“ dabei ist die Schwarze Witwe. Dies geht aus den Ergebnissen einer Studie hervor, die im Fachmagazin „Journal of Arachnology“ veröffentlicht wurde.
Im Rahmen der Studie haben der Spinnenforscher Martin Nyffeler von der Universität Basel und sein Kollege Whitfield Gibbons von der amerikanischen University of Georgia 319 dokumentierte Vorfälle des außergewöhnliches Fressverhaltens von Spinnen analysiert. Demnach kommt es auf sämtlichen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis vor, dass Spinnen auch Schlangen fressen. Die Hälfte der Vorfälle wurden in den USA dokumentiert, rund ein Drittel in Australien.
Insgesamt gebe es Berichte über rund 90 Schlangenarten, die von etwa 40 Spinnenarten erbeutet worden seien. Die Spinnen seien bei ihrer Beutejagd überaus erfolgreich: Fast neun von zehn der gefangenen Schlangen wurden laut Studie getötet, nur 1,5 Prozent konnten sich aus eigener Kraft befreien, die anderen wurden von Menschen gerettet.
Spinnen töten und fressen der Studie zufolge bis zu einem Meter lange Schlangen, am häufigsten jedoch sehr junge, frisch geschlüpfte Tiere. Die erfolgreichste Schlangen-Jägerin ist die Schwarze Witwe aus der Familie der Kugelspinnen (Theridiidae). Ihr Gift erhält ein Toxin, welches spezifisch auf das Nervensystem von Wirbeltieren einwirkt. Außerdem hat sie besonders reißfeste Netze, die ihr beim Beutefang helfen.
Selbst das Gift der Schlangen schreckt die Spinnen laut Studie nicht ab. Die Rotrückenspinne überwältigt die zur selben Familie wie die Kobras gehörenden Scheinkobras. „Diese Scheinkobras gehören zu den giftigsten Schlangen der Welt, und es ist sehr faszinierend zu beobachten, dass sie im Kampf mit Spinnen jeweils unterliegen“, so Nyffeler.
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