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Mikroplastik-Ströme aus dem All verfolgen

© CC0 / Andrew-Art / PixabayWeltraum (Symbolbild)
Weltraum (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.06.2021
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Mikroplastik in den Weltmeeren könnte in Zukunft mithilfe von Satelliten aufgespürt werden. Dieses befindet sich oftmals dort, wo das Meer stärkeren Winden zum Trotz, relativ glatt bleibt. Das haben Forscher der University of Michigan auf Grundlage von Daten von Nasa-Satelliten gezeigt.
Mikroplastik entsteht im Wasser aus Plastik, das sich unter Sonneneinstrahlung und Wellenbewegungen zersetzt. Diese kleinen Plastikteilchen können mit Strömungen tausende Kilometer von ihrem Urpsrungsort zurücklegen. Diese Bewegungen machen aus der Suche nach dem Plastik und seiner Beseitigung ein schwieriges Unterfangen. Bislang wurden Informationen zu Plastik im Meer von Schleppnetzfischern bereitgestellt.
Ein neues Verfahren, das Satellitendaten einsetzt, könnte hier das Blickfeld deutlich erweitern. Es handelt sich um insgesamt sieben Nasa-Satelliten, die Windgeschwindigketein über Ozeanoberflächen messen und Auskunft über die Stärke von Orkanen liefern. Das Satellitensystem misst bei seiner Arbeit aber auch die Rauheit der Ozeanoberflächen und diese wiederum wird von mehreren Faktoren beeinflusst, darunter auch vom Abfall, der im Wasser treibt.
Ein Forscherteam der University of Michigan hat entsprechend die Satellitendaten unter einem Blickwinkel durchgekämmt: Wo ist die Oberfläche verdächtig glatt, obwohl die Windstärke sie aufrauhen müsste? Solche Stellen lassen Rückschlüsse auf Gegenstände zu, die das Verhalten des Wassers verändern, darunter auch Mikroplastik. Im nächsten Zug verglichen sie die Bereiche mit realen Beobachtungen und Modellvorhersagen zu Mikroplastik. Das Ergebnis: Mikroplastik kommt in größeren Mengen häufig tatsächlich in glatteren Gewässern vor. Damit könnte das Satellitenverfahren künftig helfen, Mikroplastik im Ozean aus dem All zu suchen.
Die Ergebnisse wurden am 9 Juni 2021 in der Zeitschrift IEEE Transactions of Geoscience and Remote Sensing vorgestellt.
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