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Trotz Kritik: Kramp-Karrenbauer hält nach Anschlag an Mali-Einsatz fest

© AP Photo / Od AndersenBundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (Archivfoto)
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (Archivfoto) - SNA, 1920, 28.06.2021
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Der Zustand der zwölf deutschen Soldaten, die beim Anschlag in Mali verletzt wurden, ist laut Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer stabil. Kritik am Schutz der Bundeswehr weist die CDU-Politikerin zurück – ebenso wie Forderungen, den Einsatz zu beenden.
Der Zustand der verwundeten Soldaten, darunter drei Schwerverletzte, sei stabil, teilte die Ministerin im Deutschlandfunk mit. „Das ist die wichtigste Nachricht für uns.“ Wer für den Anschlag verantwortlich ist, sei noch nicht klar.
„Wir beginnen jetzt mit der Aufklärungsarbeit.“ Aber in dem Raum, in dem deutsche Soldaten operiert haben, seien zwei große Terrorgruppen aktiv: der Islamische Staat* und auch eine Al-Kaida nahestehende Gruppe, sagte die Ministerin. Vermutlich stünde eine von diesen beiden Gruppen hinter der Tat, aber es gebe bisher kein Bekenntnis dazu „und auch keine hundertprozentige Sicherheit“.
Ein Bundeswehrsoldat (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.06.2021
Anschlag auf deutsche Soldaten in Mali: FDP-Politiker warnt vor Panik
Den Vorwurf des Bundes Deutscher Einsatzveteranen, die Bundeswehr-Soldaten seien bei Auslandseinsätzen nicht optimal geschützt, wies Kramp-Karrenbauer zurück: „Die Rettungskette hat gestanden, auch mit den beiden zivilen Hubschraubern.“
Die Verteidigungsministerin stellte fest, dass die staatlichen Strukturen in Mali durch den Putsch schwächer geworden seien und Terroristen aggressiver agierten. Das sei bei der jüngsten Verlängerung der Bundeswehr-Mandate diskutiert worden.
Zugleich setzte sich die Ministerin für die Fortführung der Mission in Mali ein. „Unsere Präsenz ist wichtig für den Versöhnungsprozess, der weiter läuft“, sagte sie. „Es kann nicht in europäischem und nicht in deutschem Interesse sein, dass wir in der Sahel-Zone eine Region haben, die komplett instabil wird und komplett und Terroristen und kriminellen Gruppen anheimfällt.“
Ein Selbstmordattentäter hatte am Freitag in Mali eine UN-Patrouille mit einer Autobombe angegriffen und zwölf deutsche Soldaten und einen Belgier verletzt. Die verletzten Bundeswehrsoldaten wurden noch am Wochenende nach Deutschland zurückgeflogen. Nach dem Anschlag forderte Gregor Gysi, außenpolitischer Sprecher der Linke-Fraktion im Bundestag, den Abzug der deutschen Soldaten aus dem westafrikanischen Land.
*In Deutschland und Russland verboten
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