„Klare und abschreckende Botschaft“: USA unternehmen Luftangriffe in irakisch-syrischer Grenzregion

CC0 / U.S. Army / Visual Information Specialist Gertrud Zach / Bundeswehr-Soldat beim Nato-Einsatz „Enhanced Forward Presence“ (Archiv)
Bundeswehr-Soldat beim Nato-Einsatz „Enhanced Forward Presence“ (Archiv) - SNA, 1920, 28.06.2021
Die Vereinigten Staaten haben am Sonntag Objekte pro-iranischer Milizen im Grenzgebiet des Irak und Syriens attackiert. Das geht aus einer Pentagon-Pressemitteilung hervor.
„Unter dem Befehl von Präsident Biden haben heute Abend die US-Streitkräfte präzise Defensivluftangriffe gegen Objekte ausgeführt, die von den vom Iran unterstützten Militärgruppen in der Grenzregion des Irak und Syriens genutzt werden“, schilderte der Pentagon-Sprecher John Kirby.
Laut seinen Worten wurden die Ziele ausgewählt, weil sie „von den vom Iran unterstützten Milizen genutzt werden, die in Drohnen-Attacken auf US-Personal und Einrichtungen im Irak verwickelt“ seien.
„Nämlich zielten die US-Angriffe auf operative und Waffenobjekte in zwei Orten in Syrien und einem Ort im Irak ab, die unweit der Grenze zwischen diesen Ländern liegen.“
Mehrere vom Iran unterstützte Gruppen, darunter auch Kata'ib Hezbollah (KH) and Kata'ib Sayyid al-Shuhada (KSS), sollen diese Objekte genutzt haben.
Der amerikanische Staatschef, Joe Biden, habe die Militäraktion angeordnet, um weitere Angriffe solcher Art zu unterbinden. Laut Kirbys Aussagen handelten die USA in Übereinstimmung mit ihrem Recht auf Selbstverteidigung.
Die Luftschläge seien sowohl „notwendig, um der Bedrohung zu begegnen“ als auch „angemessen in ihrem Umfang“. Das Vorgehen sei so gestaltet, dass es das Risiko einer Eskalation begrenze, zugleich aber klar und unmissverständlich eine „klare und eindeutig abschreckende Botschaft“ aussende.
US-Soldaten im irakischen Luftwaffenstützpunkt Ain al-Asad nach einem Frohnenangriff im Januar 2020 - SNA, 1920, 05.06.2021
Vom Iran kontrollierte Milizen führen Drohnenangriffe gegen US-Militärbasen im Irak durch – NYT
Ende Februar hatten die Vereinigten Staaten einen Luftangriff in Syrien gegen Objekte, die mit pro-iranischen Milizen verbunden sein sollen, verübt. Es war der erste Militärschlag unter dem Oberbefehl des neuen US-Präsidenten, Joe Biden. Nach Angaben des Pentagons wurden dabei einige Einrichtungen der schiitischen Gruppierungen getroffen, die vom Iran unterstützt werden.
Washington bezeichnete das Bombardement als Vergeltung für den Raketenangriff auf die Truppen der USA und ihrer Verbündeten am 15. Februar im Irak, bei dem ein Mitarbeiter eines US-Unternehmens getötet sowie einige Soldaten verletzt wurden.
Die Regierung in Damaskus kritisierte die Schläge als „US-amerikanische Aggression“. Auch Moskau bezeichnete den US-Schlag als „unzulässige Verletzung der internationalen Rechtsnormen“.
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