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Bienenschutz, Fischereikontrolle und Pelztierzucht: EU-Agrarminister treffen sich in Luxemburg

© CC0Honigbienen (Symbolbild)
Honigbienen (Symbolbild)  - SNA, 1920, 28.06.2021
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Die EU-Landwirtschafts- und Fischereiminister werden sich bei ihrem zweitägigen Treffen in Luxemburg am 28. und 29. Juni mit Themen wie Bienenschutz, Fischereikontrollen und Ende der Pelztierzucht in Europa befassen. Dies geht aus einer Mitteilung auf der Webseite des EU-Rats hervor.
Unter anderem soll die Ministerrunde demnach besprechen, inwiefern es notwendig sei, ein konkretes europaweites einheitliches Ziel für den Schutz der Bienen festzulegen, das sich auf Leitlinien der Europäischen Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zu den von der Verwendung von Pestiziden für Bienen ausgehenden Risiken stützen würde.
Zuvor war eine bereits 2013 vorgestellte EFSA-Leitlinie zum Bienenschutz von den EU-Ländern abgelehnt worden. Vor allem die Chemieindustrie befürchtete durch strenge Vorgaben weniger Umsatz.
Jede zehnte Bienen- und Schmetterlingsart in Europa ist nach Angaben der EU-Kommission vom Aussterben bedroht, bei einem Drittel schrumpft der Bestand.

Fischereikontrolle

Der Ministerrat soll sich von der Kommission über den Stand der Gemeinsamen Fischereipolitik und die Konsultation über die Fangmöglichkeiten 2022 unterrichten lassen. Anschließend sei ein Gedankenaustausch vorgesehen. Zulässige Gesamtfangmengen und Fangquoten der Fischbestände in der EU werden jährlich von dem Ministerrat festgelegt.
Die Ministerinnen und Minister würden versuchen, einen Standpunkt des Rates über eine Verordnung zur Änderung der geltenden Vorschriften für die Fischereikontrolle festzulegen, hieß es. Das Ziel sei, die Vorschriften für die Überwachung der Fischereitätigkeiten zu modernisieren und zu vereinfachen sowie sicherzustellen, dass sie mit der Gemeinsamen Fischereipolitik im Einklang stehen würden.

WWF wegen Überfischung besorgt

In diesem Zusammenhang zeigte sich die Umweltschutzorganisation WWF Deutschland darüber besorgt, dass sich Deutschland bei der sogenannten Fischereikontrollverordnung für eine zu schwache Überwachung einsetze, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Angesichts der Überfischung der Meere sei es fahrlässig, wenn sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) dafür einsetze, dass Kontrollen für die meisten Fangschiffe nicht griffen, sagte Christoph Heinrich von der Naturschutzvorstand der Einrichtung. Sieben von acht wichtigen Fischbeständen in der Ostsee seien bereits überfischt.
Gegrillte Fische - SNA, 1920, 29.04.2021
Durch Fisch zu Klimazielen? Deutscher Fischereiverband fordert Ernährungswende
Eine Kameraüberwachung an Bord ist derzeit nur für Schiffe ab einer bestimmten Größe vorgesehen. Das Landwirtschaftsministerium widerspricht zwar nicht, dass entsprechende Kontrollen nur einen geringen Teil der Flotte träfen, betont aber, dass die erfassten großen Schiffe für den absoluten Großteil des Fischfangs verantwortlich seien.

Niederlande und Österreich wollen Ende von Pelztierzucht

Einen Vorschlag zum Verzicht auf die Pelztierzucht in Europa sollen Österreich und die Niederlande unterbreiten. Deutschland hat bereits Unterstützung angekündigt. Die Niederlande haben bereits die Einstellung der Pelztierzucht beschlossen: 2024 sollten die letzten Nerzfarmen schließen.
Nerz - SNA, 1920, 09.06.2021
Bisher Corona-Ausbrüche in 400 Nerzfarmen in der EU registriert – Deutscher Tierschutzbund
Während der Corona-Pandemie waren Millionen Nerze in Dänemark und den Niederlanden getötet worden, nachdem bei ihnen Infektionen mit dem Virus nachgewiesen worden waren.
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