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Anschlag auf deutsche Soldaten in Mali: FDP-Politiker warnt vor Panik

© AP Photo / Matthias SchraderEin Bundeswehrsoldat (Symbolbild)
Ein Bundeswehrsoldat (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.06.2021
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Nach dem Anschlag auf deutsche UN-Soldaten in Mali werden in Deutschland Stimmen lauter, die ein Ende des Bundeswehr-Einsatzes in dem westafrikanischen Krisenland fordern. Dagegen warnt FDP-Verteidigungspolitiker Alexander Müller vor Panik und Eile. Denn diese seien bei derart wichtigen Entscheidungen nur schlechte Ratgeber.
Bei einem Selbstmordanschlag auf eine UN-Patrouille in Mali waren am Freitag zwölf deutsche Soldaten und ein Belgier verletzt worden. Gregor Gysi, außenpolitischer Sprecher der Linke-Fraktion im Bundestag, forderte daraufhin den Abzug der deutschen Soldaten aus Mali.
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer - SNA, 1920, 27.06.2021
Bergungsarbeiten nach Anschlag auf deutsche UN-Soldaten in Mali beendet
Dann hätten die Terroristen ihr Ziel erreicht und fühlten sich geradezu ermuntert, diese Art von Anschlägen weltweit fortzusetzen, sagte Müller, Obmann der FDP im Verteidigungsausschuss, der Deutschen Presse-Agentur.
„Zweitens darf ein solch blutiger Anschlag nicht instrumentalisiert werden, um aus einem Gefühl der Panik politische Forderungen durchzusetzen. Wir alle sind gefordert, sämtliche Bundeswehr-Einsätze genau abzuwägen, uns auch ein Bild vor Ort von der Einsatz-Realität zu machen, und dann die Gewissensentscheidungen zu treffen.“
Er hält es für wichtig, den auslaufenden Afghanistan-Einsatz gründlich auszuwerten, um zu klären, was vor Ort zur Stabilisierung beigetragen werden könne und was dabei nicht gelinge. „Daraus müssen wir viel besser lernen. Panik und Eile waren schon immer schlechte Grundlagen bei wichtigen Entscheidungen“, so Müller.

Veteranen: Schutz von Soldaten im Ausland nicht optimal

Nach Einschätzung des Bundes Deutscher Einsatzveteranen mangelt es der Bundeswehr bei Auslandseinsätzen an Schutz. „Unsere Soldaten bekommen bei Auslandseinsätzen nicht den optimalen Schutz“, sagte der Vorsitzende des Bundes, Bernhard Drescher, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
„Bereits vor Wochen wurde mit Blick auf Mali ein Mangel an Transporthubschraubern bemängelt, um die Rettungskette zu schließen.“
Nun habe sich gezeigt, dass neben einem Hubschrauber der Vereinten Nationen und einem französischen Hubschrauber auch ein ziviler Hubschrauber habe angefordert werden müssen, der aber nicht direkt am Anschlagsort, sondern aus Sicherheitsgründen 50 Kilometer weiter habe landen müssen. „Und ein Transport von 50 Kilometern über Land bedeuten in einem Land wie Mali 50 Kilometer Risiko.“
Drescher forderte auch den Einsatz von Drohnen: Wenn die Bundestagsabgeordneten für einen Auslandseinsatz der Bundeswehr stimmen, dann müssten sie auch für die entsprechenden Schutzmaßnahmen stimmen. „Das gilt nicht nur für Hubschrauber, sondern auch für bewaffnete Drohnen“.
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