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Verdi appelliert an Kanzlerkandidaten: Arbeitsfreien Sonntag schützen

© SNA / Wladimir Fedorenko / Zur BilddatenbankDer Fluss Donau in Deutschland
Der Fluss Donau in Deutschland - SNA, 1920, 27.06.2021
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Knapp drei Monate vor der Bundestagswahl hat sich die „Allianz für den freien Sonntag“ gegen Sonntagsöffnungen des stationären Einzelhandels gewandt und die Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen aufgerufen, den arbeitsfreien Sonntag zu schützen.
Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland schütze den Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage „als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung“, schreibt die „Allianz“, in der sich die Gewerkschaft Verdi und katholische sowie evangelische Verbände zusammengeschlossen haben, in einem offenen Brief an Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne).
„Mit großer Sorge verfolgen wir die Versuche von Lobbygruppen und Arbeitgeberverbänden, den Schutz des arbeitsfreien Sonntags aufzuweichen und in diesem Punkt das Grundgesetz unseres Landes in Frage zu stellen.“
So habe der Handelsverband Deutschland (HDE) vor wenigen Tagen eine generelle Öffnung des stationären Einzelhandels an Sonntagen bis Jahresende gefordert. Doch die Erfahrung der vergangenen Jahre zeige, dass durch Sonntagsöffnungen Umsätze lediglich von der Woche auf das Wochenende verschoben werden, wobei sich zugleich höhere Kosten für das Offenhalten der Geschäfte zu Buche schlagen, argumentiert die Allianz.
Eine Wahlplakate mit Winfried Kretschmann (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.06.2021
Kretschmann will bei Pandemien mehr in Freiheitsrechte eingreifen – und stößt auf Kritik
Auf diese Weise würde lediglich der in der Branche bereits laufende Verdrängungs- und Vernichtungswettbewerb angeheizt, von dem nur wenige große Konzerne profitieren würden. Der Sonntag sei „der letzte Tag der Woche, an dem die Beschäftigten darauf vertrauen können, Zeit für sich selbst und ihre Familien zu haben“.
Der HDE hatte seine Forderung nach einer „Enttabuisierung“ des Themas Sonntagsöffnung mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie begründet. Einkaufen sei genauso Teil der Freizeitgestaltung wie der Restaurant- oder Museumsbesuch, hatte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth laut DPA gesagt. Es sei „höchste Zeit, diese systematische Benachteiligung der Händler zu beenden“.
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