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Kölner Kardinal Woelki lehnt Rücktritt ab – Kritiker hoffen auf „Rettung“ durch Rom

© AP Photo / Andrew MedichiniKardinal Rainer Maria Woelki (Archivfoto)
Kardinal Rainer Maria Woelki (Archivfoto) - SNA, 1920, 27.06.2021
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Trotz der Krise im Erzbistum Köln will Kardinal Rainer Maria Woelki sein Amt nicht aus freien Stücken räumen. Eine entsprechende Forderung der Stadt- und Kreisdechanten lehnte der 64-Jährige ab, wie DPA aus Kirchenkreisen erfuhr. Seine Gegner setzten nun darauf, dass Papst Franziskus den Kardinal absetzt.
Die Dechanten hatten ihn zuvor in einer Erklärung aufgefordert, „persönliche Konsequenzen“ aus der anhaltenden Krise des größten deutschen Bistums zu ziehen. In einer Konferenz mit den Regionalchefs des Erzbistums Köln, den Stadt- und Kreisdechanten, machte Woelki am Freitag deutlich, dass er seinen Posten aus eigener Veranlassung niemals räumen werde.
Messe am Karfreitag im Kölner Dom - SNA, 1920, 28.05.2021
Krise im Erzbistum Köln: Papst Franziskus entsendet Prüfer zu Kardinal Woelki
Alle wichtigen Gremien des Erzbistums hätten dem Kardinal mittlerweile signalisiert, dass sie sich eine Zukunft mit ihm an der Spitze nicht mehr vorstellen könnten, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Sie setzten nicht auf einen Neuanfang der kleinen Schritte, wie Woelki dies wolle, sondern auf den großen Schritt, dass Papst Franziskus den Kardinal absetze und dann ein wirklicher Neuanfang möglich sei.
„Rettung kann nur von Rom kommen“, habe einer der Leitenden Pfarrer im anschließenden Austausch nach der Konferenz mit Woelki gesagt.
Woelki führt die Kritik an seiner Person den Angaben zufolge darauf zurück, dass er als erster Bischof den sexuellen Missbrauch aufgearbeitet habe. Zudem werde ihm sein Widerstand gegen den derzeitigen Reformkurs der katholischen Kirche in Deutschland, den Synodalen Weg, verübelt.
Die Krise im Erzbistum Köln war entstanden, weil Woelki ein von ihm in Auftrag gegebenes Missbrauchsgutachten lange Zeit zurückgehalten hatte. Zurzeit erstellen zwei Apostolische Visitatoren - Bevollmächtigte des Papstes - einen Bericht über die Lage im Erzbistum Köln. Es wird damit gerechnet, dass Papst Franziskus auf der Grundlage dieses Berichts darüber entscheiden wird, ob er den Kardinal im Amt belässt.
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