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„Defender“ vor Krim-Küste: Geheimunterlagen an Bushaltestelle in Kent entdeckt

© Verteidigungsministerium Russlands  / Zur BilddatenbankZwischenfall mit dem britischen Zerstörer "Defender" im Schwarzen Meer
Zwischenfall mit dem britischen Zerstörer Defender im Schwarzen Meer  - SNA, 1920, 27.06.2021
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Geheime Unterlagen aus dem britischen Verteidigungsministerium hat ein Mitarbeiter an einer Bushaltestelle anscheinend vergessen. Ein Passant entdeckte die völlig durchweichten Dokumente in der südostenglischen Grafschaft Kent und übergab sie der BBC, wie der Sender am Sonntag berichtete.
Es handle sich um knapp 50 Seiten, darunter E-Mails und Präsentationen. Diskutiert werde darin etwa die mögliche Reaktion Moskaus auf den Kurs des Zerstörers „HMS Defender“ durch umstrittene Gewässer vor der Halbinsel Krim.
Das Ministerium teilte mit, der Mitarbeiter habe den Verlust der Unterlagen am Dienstag sofort gemeldet, eine Untersuchung sei eingeleitet worden.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa hat in ihrem Telegram-Kanal den BBC-Bericht kommentiert. Sie scherzte, dass „007-Agenten nicht mehr das sind, was sie mal waren”. Sacharowa sprach von einer Provokation seitens Londons.
„Und jetzt eine Rätselfrage an das britische Parlament: Wozu braucht man ‚russische Hacker‘, wenn es britische Bushaltestellen gibt?“, fügte sie hinzu.

Grenzverletzung des britischen Zerstörers

Die „Defender“ hatte am vergangenen Mittwoch die Seegrenze Russlands überquert und ist bis zu drei Kilometer weit in das russische Hoheitsgewässer im Raum des Kaps Fiolent an der Krimküste eingedrungen.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden von einem Grenzschnellboot Warnschüsse abgegeben und dann von einem Militärflugzeug Su-24M Bomben am Fahrweg des Zerstörers abgeworfen, um das Schiff zur Kursänderung zu zwingen..
London erklärte dagegen, dass ein Kriegsschiff eine „friedliche Durchfahrt“ durch ukrainisches Territorialgewässer entsprechend dem Völkerrecht unternommen habe. Behauptet wurde, dass keine Schüsse auf die „Defender“ gerichtet und keine Bomben am Fahrweg des Schiffes abgeworfen wurden. Nach Äußerung Johnsons sei die Durchfahrt im Schwarzen Meer „durchaus angebracht“ gewesen.
Zerstörer „Defender“ - SNA, 1920, 26.06.2021
Warum hat Boris Johnson Zerstörer zur Krim geschickt? - Experte: „Ganz klar, die Briten wollen...“
Vielmehr gehe man davon aus, dass die russische Seite eine Waffenübung abgehalten und es für die maritime Gemeinschaft eine Vorwarnung zu den Aktivitäten gegeben habe, hieß es.
Im Zusammenhang mit dem Zwischenfall wurde die britische Botschafterin in Moskau, Deborah Bronnert, ins russische Außenministerium zitiert, wo entschiedener Protest eingelegt wurde.
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