Bergungsarbeiten nach Anschlag auf deutsche UN-Soldaten in Mali beendet

© REUTERS / POOLBundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer - SNA, 1920, 27.06.2021
Nach dem Selbstmordanschlag auf deutsche UN-Soldaten im westafrikanischen Mali sind die Bergungsarbeiten im Krisengebiet abgeschlossen.
Alle 28 teils beschädigten Fahrzeuge des angegriffenen Konvois waren am Sonntag zurück im Feldlager Camp Castor am Rand der Stadt Gao. Darüber unterrichtete Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Sonntagnachmittag die Obleute des Verteidigungsausschusses im Bundestag, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Parlament erfuhr.
Die zwölf verletzten Bundeswehrsoldaten wurden am Samstag und Sonntag nach Deutschland zurückgeflogen, sie werden in Kliniken in Ulm und Koblenz behandelt. Ein Selbstmordattentäter hatte am Freitag nordöstlich von Gao eine stehende Patrouille mit einer Autobombe angegriffen. Es wurden 13 UN-Soldaten verletzt, zwölf Deutsche und ein Belgier.
Kramp-Karrenbauer gab auch Hintergründe zu der Patrouille bekannt. Demnach handelte es sich um 101 deutsche und belgische Soldaten, die mit einem Aufklärungsauftrag und schweren Waffen in einem Gebiet mit hoher Bedrohungslage unterwegs waren. In der Region sind die islamische Terrorgruppe JNIM sowie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv. Der Täter hatte in einem mit Sprengstoff beladenen Pritschenwagen angegriffen.
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