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Trauer nach Messerattacke in Würzburg: Steinmeier kondoliert Hinterbliebenen

© AFP 2021 / Armando BabaniMesserattacke in Würzburg
Messerattacke in Würzburg - SNA, 1920, 26.06.2021
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Nach dem tödlichen Messerangriff in Würzburg sind umfangreiche Ermittlungen eingeleitet worden – ein islamistischer Hintergrund ist nicht ausgeschlossen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die „menschenverachtende Tat“ verurteilt und auf die Aufklärung durch den Rechtsstaat verwiesen. Dabei trauerte er mit den Opfern und ihren Familien.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigte sich „erschüttert“ von der Messerattacke in Würzburg mit drei Toten und mehreren Verletzten.
„Der Täter hat mit äußerster Brutalität gehandelt. Für diese menschenverachtende Tat wird er durch den Rechtsstaat zur Verantwortung gezogen“, erklärte er am Samstag. Ganz Deutschland trauere mit den Angehörigen der Opfer.
„Ich bin in Gedanken bei denen, die ihre Nächsten verloren haben. Den Verletzten wünsche ich baldige Genesung.“
Steinmeier sprach auch den Polizisten, „die mit einem entschiedenen Einsatz den Täter überwältigt haben“, seinen Dank aus. Er bedankte sich darüber hinaus bei den Rettungskräften, die die Verletzten versorgt hätten.

Zur aktuellen Lage

Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft unter anderem zu den Hintergründen der Tat laufen weiterhin auf Hochtouren. Auf einer Pressekonferenz am Nachmittag um 15 Uhr werde über den aktuellen Stand informiert, heißt es in einem kürzlich geposteten Tweet der Polizei Unterfranken.
Aus dem aktuellen Polizeibericht geht mittlerweile hervor, dass sich die fünf schwerverletzten Personen in Krankenhäusern in ärztlicher Behandlung befinden. Der Zustand von zwei dieser Personen sei weiterhin lebensbedrohlich. Zwei Leichtverletzte konnten das Krankenhaus zwischenzeitlich wieder verlassen.
Mittlerweise bestehen keinerlei Hinweise auf eine weitere Gefährdung. Im Mittelpunkt stehen viel mehr die Stärkung des Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung und die Ansprechbarkeit für die Bürgerinnen und Bürger, so die Polizei.
Polizeieinsatz in Deutschland (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.06.2021
Großeinsatz der Polizei in Würzburg: Drei Tote und fünf Verletzte bei Messerangriff in Innenstadt

Was bisher über die Gewalttat bekannt ist

In der Würzburger Innenstadt war es an diesem Freitag zu einem tragischen Vorfall gekommen, bei dem ein zum Zeitpunkt der Straftat bereits polizeibekannter Angreifer, ein 24-jähriger Somalier, mit einem Messer auf Menschen eingestochen hatte. Dabei hatte es mehrere Tote und Verletzte gegeben, wie die Polizei bestätigte. Der mutmaßliche Täter war von Polizisten angeschossen, überwältigt und festgenommen worden.
Der Mann befinde sich aber nicht in Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. Seit etwa fünf Jahren soll der Verdächtige in Deutschland sein: Zuletzt hatte er in Würzburg in einer Obdachlosenunterkunft gelebt. Außerdem war der Täter laut Ermittlern in psychiatrischer Behandlung gewesen.
Bei der Einordnung der Tat schließt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zum jetzigen Zeitpunkt einen islamistischen Anschlag nicht aus. Ein Augenzeuge habe berichtet, der Angreifer habe „Allahu Akbar“ (deutsch: Gott ist groß) gerufen, was laut dem Politiker auf einen islamistischen Hintergrund zurückzuführen ist.
Mehreren Videos der Augenzeugen zufolge hatten die Passanten den mutmaßlichen Angreifer umstellt und mit Stühlen und anderen Gegenständen beworfen.
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