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Nord Stream 2: USA und Deutschland verhandeln über Hilfsmaßnahmen für Ukraine – Bloomberg

© SNA / Sergey GuneevNord Stream 2 (Archivbild)
Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 26.06.2021
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Angesichts der fast fertiggestellten Gaspipeline Nord Stream 2 verhandeln die USA und Deutschland über Maßnahmen, mit denen sie die Ukraine im Energiesektor unterstützen und Russland mit weiteren Sanktionen in Schach halten könnten. Das berichtet Bloomberg unter Verweis auf Quellen, die mit dem Vorgang vertraut sind.
Nach Angaben der Agentur ziehen Washington und Berlin auch die Möglichkeit von Investitionen, die Kiew beim Bau eigener Kraftwerke helfen sollen, in Betracht. Zudem soll Deutschland seine Bereitschaft erklärt haben, mit Russland über die Verlängerung der Transitquote für die Ukraine zu verhandeln.
Die Vereinigten Staaten und Deutschland rechnen zudem mit der „Abschwächung der geopolitischen Vorteile für Moskau“ nach der Fertigstellung von Nord Stream 2. Darüber hinaus planen sie, beim Ausbau der Infrastruktur und der Erhöhung der Gaslieferungen aus der Ukraine zu helfen, heißt es laut Bloomberg.
Demnach wurde die Möglichkeit diskutiert, einen speziellen Mechanismus zu schaffen, der den Pipeline-Betrieb komplett zum Erliegen bringen könnte, falls Russland versuchen sollte, Druck auf die Ukraine auszuüben. Deutschland soll diese Maßnahme jedoch abgelehnt haben. Die USA wiederum seien sich nicht sicher, ob sich eine solche Idee technisch in die Tat umsetzen lasse.
Darüber hinaus berichtet Bloomberg, die Seiten wollten sich bis zum geplanten Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in den Vereinigten Staaten im nächsten Monat auf die wichtigsten Bestimmungen dieser Vereinbarungen einigen.
Vorbereitung der Anlagen an der russischen Anlandestation für den Betrieb im Rahmen des Gaspipeline-Projekts Nord Stream 2 - SNA, 1920, 13.06.2021
Nord Stream 2: Ukraine will Entschädigung ins Spiel bringen

Nord Stream 2 fast fertig verlegt

Das Projekt umfasst den Bau von zwei Pipelines mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr. Die Gasleitung soll von der russischen Küste durch die Ostsee nach Deutschland verlaufen.
Es ist vor allem Kiew, das aus Angst vor Einnahmeverlusten bei dem russischen Gastransit durch sein Territorium entschieden gegen die Pipeline eintritt. Auch die Vereinigten Staaten, die ihr Flüssigerdgas (LNG) in der Europäischen Union zu fördern versuchen, weisen das Projekt zurück. Im Dezember 2019 hatten die USA restriktive Maßnahmen gegen Unternehmen verhängt, die am Bau der russischen Gaspipeline beteiligt waren. Ein Jahr später wurde die Rohrverlegung wieder aufgenommen.
Nun ist Nord Stream 2 zum größten Teil fertiggebaut: Anfang Juni war der erste Strang der Gaspipeline in Betrieb genommen worden. Dieser wird mittlerweile für die Befüllung mit Gas vorbereitet. Der zweite Strang kann wiederum in eineinhalb bis zwei Monaten fertiggestellt werden.
Moskau hat wiederholt dazu aufgerufen, die politische Instrumentalisierung der Situation zu unterlassen. Unter anderem verwies Moskau darauf, dass die Gaspipeline nicht nur für Russland, sondern auch für die Europäische Union vorteilhaft sei. Berlin hat ebenfalls immer für eine Fertigstellung plädiert und einseitige exterritoriale Sanktionen der USA abgelehnt.
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