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Kanal Istanbul: Erdogan startet neues Großprojekt

© SNADer türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, startet ein neues Großprojekt - den Istanbul-Kabal
Der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, startet ein neues Großprojekt - den Istanbul-Kabal - SNA, 1920, 26.06.2021
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Mit der Grundsteinlegung für eine Brücke hat der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, ein neues Großprojekt gestartet – den Istanbul-Kanal vom Marmarameer zum Schwarzen Meer.
Erdogan nahm am Samstag an der feierlichen Zeremonie teil, die dem Beginn des Kanalbaus gewidmet war. Er drückte symbolisch den Knopf zum Start des Projekts. Die Veranstaltung wurde auf dem Twitter-Account des türkischen Präsidenten übertragen. Erdogan betonte, nun werde der Grundstein für die erste Brücke (insgesamt soll es sechs geben – Anm.d.Red.) über den künftigen Istanbul-Kanal gelegt, die auch Teil einer neuen Autobahn sei. Der Kanal soll 45 Kilometer lang, mindestens 275 Meter breit und 21 Meter tief werden.
Der Bosporus ist laut Erdogan eine der am stärksten belasteten Wasserstraßen der Welt:
„Heute fahren 45.000 Schiffe pro Jahr durch den Bosporus. Die Durchfahrt jedes großen Schiffes birgt ein Risiko für die Stadt, sie befördern unterschiedliche Ladungen und im Falle eines Unfalls ist die Stadt einer großen Bedrohung durch Brände und Zerstörung, einschließlich von kulturellen Werten, ausgesetzt“, unterstrich Erdogan.
Er fügte hinzu, dass Berechnungen zufolge bis 2050 etwa 78.000 Schiffe pro Jahr den Bosporus durchrfahren würden, während eine sichere Durchfahrt nur für 25.000 Schiffe gewährleistet werden könne.
„Wir betrachten das neue Projekt als Projekt zur Rettung der Zukunft Istanbuls. Wir haben alle notwendigen Studien durchgeführt, einschließlich Sondierung und Umweltverträglichkeitsprüfung“, fügte Erdogan hinzu.
Nun ist es klar, dass das Projekt trotz heftiger Kritik umgesetzt wird. So hat beispielsweise Ekrem Imamoglu, der Istanbuler Bürgermeister, die Grundsteinlegung bereits im Vorfeld als „Täuschung“ bezeichnet. Die Brücke habe nichts mit dem Kanal zu tun, sondern sei Bestandteil eines lange im Voraus geplanten Autobahnprojekts. Pläne für den Brücken-Bau gebe es bereits seit 2006.
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan - SNA, 1920, 07.04.2021
Umstrittene Wasserstaße: Erdogan plant Baubeginn von Istanbul-Kanal für Sommer
Erdogan will seit langem eine alternative Wasserstraße zum Bosporus bauen lassen. Der „Kanal Istanbul“ – geplant zwischen Marmarameer und Schwarzem Meer – gilt als ambitioniertes und umstrittenes Prestigeprojekt des Präsidenten. Experten warnen vor irreparablen Schäden am Ökosystem um Istanbul – und davor, dass Trinkwasserressourcen gefährdet würden.
Innerhalb von sechs Jahren solle der Kanal-Bau beendet werden, so Erdogan. Er sei unter anderem notwendig, weil der Schiffsverkehr auf dem Bosporus kontinuierlich zunehme. Nach einer Statistik der Direktion für Küstensicherheit nimmt die Zahl der Schiffe seit einigen Jahren ab, ihre Größe und ihr Gewicht nehmen insgesamt zu.
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