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Französin erschießt nach jahrelangem Missbrauch Ehemann – und kommt trotz Haftstrafe frei

© AFP 2021 / JEFF PACHOUDValérie Bacot
Valérie Bacot  - SNA, 1920, 26.06.2021
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Die Französin Valérie Bacot hat im März 2016 ihren Ehemann, der sie mehr als 20 Jahre sexuell missbraucht hatte, mit einem Schuss in den Nacken getötet. Nun ist die 40-jährige Frau von einem französischen Gericht zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Den Gerichtssaal hat Bacot jedoch auf freiem Fuß verlassen.
Drei der vier Jahre Haftstrafe wurden zur Bewährung ausgesetzt, wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitag mitteilte. Da Bacot schon ein Jahr in Untersuchungshaft verbracht hatte, muss sie nun nicht mehr ins Gefängnis. Das Gericht berücksichtigte damit die tragischen Hintergründe ihrer Tat.

Jahrelang missbraucht und zur Prostitution gezwungen

Bacots Fall hat in Frankreich für großes Aufsehen gesorgt. Daniel Polette, einst der Lebensgefährte ihrer Mutter, hatte sie ab dem Alter von zwölf Jahren vergewaltigt. Als der Missbrauch ans Licht kam, wurde der Mann zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Nach seiner Entlassung, zweieinhalb Jahre später, kehrte er zur Familie zurück und verging sich erneut an der damals 17-jährigen Valérie Bacot. Nach kurzer Zeit wurde sie von dem 25 Jahre älteren Mann erstmals schwanger und heiratete ihn, nachdem ihre Mutter sie aus dem Haus geworfen hatte. Polette hatte sie jahrelang sexuell missbraucht, geschlagen und zur Prostitution gezwungen. Insgesamt bekam sie von ihm vier Kinder.

Kinder wandten sich an die Polizei

Nach Bacots Angaben hatten ihre Kinder zweimal die Polizei um Hilfe gegen ihren brutalen Vater gebeten, wurden jedoch jedes Mal weggeschickt. Die Mutter selbst wagte es nicht, eine Anzeige gegen Polette zu erstatten. Sie hatte Angst, weil er sie eigenen Angaben zufolge ständig überwacht und mit dem Tod bedroht hatte.
Im März 2016 hielt es Bacot nach eigenen Worten nicht mehr aus. Sie nahm Polettes Pistole und tötete ihn mit einem Schuss in den Nacken. Die Tat begründete sie damit, dass sie ihrer gemeinsamen 14-jährigen Tochter Karline dasselbe Schicksal habe ersparen wollen. Gemeinsam mit zweien ihrer Söhne und dem Freund ihrer Tochter vergrub sie die Leiche nach der Tat in einm Wald.
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