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Johnson beschloss „Defender”-Fahrt vor Krim-Küste – trotz Unmuts seines Außenministers

© REUTERS / POOLDer britische Premierminister Boris Johnson
Der britische Premierminister Boris Johnson - SNA, 1920, 25.06.2021
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Die endgültige Entscheidung über die Durchfahrt des britischen Zerstörers „Defender” am Mittwoch im Schwarzen Meer ist vom Premierminister des Vereinigten Königreichs, Boris Johnson, getroffen worden. Darüber schreibt „The Telegraph“ unter Berufung auf Quellen im Verteidigungsministerium.
Nach Angaben der Zeitung hatte der britische Außenminister Dominic Raab zuvor Besorgnis über die Pläne von Verteidigungsminister Ben Wallace geäußert, den Zerstörer auf diese Route zu schicken.
"Die Entscheidung wurde an Downing Street übermittelt, damit der Premierminister eine endgültige Wahl treffen konnte. Die diesbezügliche Anleitung wurde am Montag an einen Zerstörer des Typs 45 (Defender – Anm. d. Red.) übermittelt", so die Zeitung.

Invasion des britischen Zerstörers

Die „Defender“ hat die Seegrenze Russlands überquert und ist bis zu drei Kilometer weit in das russische Hoheitsgewässer im Raum des Kaps Fiolent an der Krimküste eingedrungen.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden von einem Grenzschnellboot Warnschüsse abgegeben und dann von einem Militärflugzeug Su-24M Bomben am Fahrweg des Zerstörers abgeworfen.
London erklärte dagegen, dass ein Kriegsschiff eine „friedliche Durchfahrt“ durch ukrainisches Territorialgewässer entsprechend dem Völkerrecht unternommen habe. Behauptet wurde, dass keine Schüsse auf die „Defender“ gerichtet und keine Bomben am Fahrweg des Schiffes abgeworfen wurden. Nach Äußerung Johnsons sei die Durchfahrt im Schwarzen Meer „durchaus angebracht“ gewesen.
Zwischenfall mit dem britischen Zerstörer Defender im Schwarzen Meer  - SNA, 1920, 24.06.2021
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Vielmehr gehe man davon aus, dass die russische Seite eine Waffenübung abgehalten und es für die maritime Gemeinschaft eine Vorwarnung zu den Aktivitäten gegeben habe, hieß es.
Im Zusammenhang mit dem Zwischenfall wurde die britische Botschafterin in Moskau, Deborah Bronnert, ins russische Außenministerium zitiert, wo entschiedener Protest eingelegt wurde.
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