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Pandemie-Folgen: Gebrauchtwagen in Deutschland werden knapp – und daher teuer

© CC0 / music4life / PixabayAutopark (Symbolbild)
Autopark (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.06.2021
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Die Preise für gebrauchte Autos sind in Deutschland angestiegen. Die Deutsche Presse-Agentur (DPA) erläutert die Gründe dafür.
Nach DPA-Angaben sind die Verbraucher vornehmlich für Gebrauchtwagen wieder in Kauflaune. „Gebrauchte sind momentan ein knappes Gut, daher muss man sie auch nicht billig machen, um sie zu verkaufen“, betont Thomas Peckruhn, stellvertretender Präsident des Zentralverbands des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK). Das gelte aber vor allem für begehrte Modelle, die teilweise zehn Prozent teurer sein könnten, so Peckruhn. Bei anderen hätten sich die Preise dagegen nicht geändert.
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Laut dem aktuellen DAT-Barometer sollen zumindest 77 Prozent der befragten Händler zugegeben haben, dass die Beschaffungssituation schwierig sei. Bei 65 Prozent seien auch junge Gebrauchtwagen knapp. Das knappe Angebot für Gebrauchte, das sich während der Pandemie ausdünnte, trifft hingegen auf eine hohe Nachfrage: Dem Barometer zufolge sagten 59 Prozent der Händler, dass sich ihre Kaufinteressenten für einen jungen Gebrauchten statt für einen neuen Pkw entscheiden würden.
Die Händler sind sich laut DPA auch darüber einig, dass eine schnelle Entspannung der Preise kaum zu erwarten sei. Dazu trägt auch der Chipmangel bei, der derzeit die Neuwagenproduktion bremst, erklärt Burkhard Weller, geschäftsführender Gesellschafter der Wellergruppe, einer der größten deutschen Automobilhandelsgruppen.
„Ich würde glauben, es dauert bis Anfang 2022, bis sich das normalisiert“, prognostiziert Weller.
Nach seiner Einschätzung geht es momentan um eine Preiserhöhung von fünf bis sieben Prozent für gebrauchte Autos. Insbesondere Diesel kosteten im Mai mehr als vor einem Jahr, so das DAT-Barometer. Auch ältere Modelle werden gerne gekauft. „Wenn das jüngere Auto nicht im Markt ist, greift man zum Auto, das ein Jahr älter ist. So drückt das bis nach unten durch“, sagte Ansgar Klein, Chef des Bundesverbands freier Kfz-Händler (BVfK).
„Unsere Bestände waren noch nie so niedrig, und es ist noch nie so schnell gegangen, die Autos zu verkaufen“, bestätigte der Wellergruppe-Chef gegenüber der DPA.
DPA-Informationen zufolge liefern Dienstwagen- und Vermieterflotten im Regelfall viele relativ junge Gebrauchte an markengebundene Autohäuser. Im Zuge der Pandemie bauten die Vermieter jedoch ihre Flotte nicht aus und haben dementsprechend nicht viel zu verkaufen; auch Dienstwagen kamen teils noch nicht zum Händler zurück, weil sie weniger gefahren wurden. Hierdurch kam es zu dem knappen Angebot und Preiserhöhungen.
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