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Keine Trendumkehr: Mehr Vögel in Deutschland vom Aussterben bedroht

© CC0 / TheOtherKev / PixabayBekassine, eine in Deutschland von Aussterben bedrohte Brutvogelart (Archivbild)
Bekassine, eine in Deutschland von Aussterben bedrohte Brutvogelart (Archivbild) - SNA, 1920, 23.06.2021
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Die Zahl der vom Aussterben bedrohten Brutvögel in Deutschland ist gestiegen, gaben der Deutsche Rat für Vogelschutz (DRV), der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) sowie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) am Mittwoch bekannt.
Laut der gemeinsamen Mitteilung mussten 43 Prozent der 259 regelmäßig in Deutschland brütenden heimischen Vogelarten in die neue Rote Liste aufgenommen werden, inklusive der in Deutschland ausgestorbenen Brutvogelarten.
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Die Artenzahl in der höchsten Gefährdungskategorie „Vom Aussterben bedroht“ nahm demnach um über zehn Prozent gegenüber der vorherigen Fassung von 2015 zu. Damit seien nun 33 oder knapp 13 Prozent der deutschen Brutvogelarten vom Aussterben bedroht.
„Der Zustand der deutschen Brutvogelwelt ist somit nach wie vor als ausgesprochen kritisch zu bewerten“, sagte Dr. Hans-Günther Bauer, Sprecher des Rote-Liste-Gremiums. „Trotz vielfältiger Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen, die von einer großen Zahl von Institutionen, Vereinen und Verbänden, vor allem aber auch einer sehr großen Zahl ehrenamtlich Aktiver umgesetzt werden, ist eine Trendumkehr bislang nicht erkennbar.“
Eine langfristige, kontinuierliche und fachlich fundierte Vogelschutzarbeit lohne sich aber, betonen die Organisationen und weisen dabei auf den Weißstorch hin. Diese Brutvogelart, die den Angaben zufolge jahrzehntelang Ziel intensiver Schutzbemühungen war, wurde in die „Vorwarnliste“ überführt und somit aus der eigentlichen Roten Liste entlassen.
Laut dem LBV ist neben der Artenvielfalt auch die Kenntnis um unsere heimischen Arten vom Aussterben bedroht. Wie der Verband unter Verweis auf eine aktuelle Befragung der bayerischen Bevölkerung durch die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) schreibt, erkennen Erwachsene im Freistaat weniger als die Hälfte der heimischen Gartenvögel und können diese auch richtig benennen.
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Die Artenkenntnis ist demnach bei über 60-Jährigen am besten und umso geringer, je jünger die Altersgruppen der Erwachsenen seien.
Die Fachleute von DRV, LBV und Nabu fordern mehr Anstrengungen, um dem Vogelartenschwund konsequent entgegenzuwirken. Im Fokus sollten dabei die Agrarflächen stehen. Außerdem schlagen sie ein deutsches Vogelschutz-Programm vor, das alle Lebensräume berücksichtigt und auch die Gesellschaft einbezieht.
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