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Ungarns Ministerpräsident Orban sagt Reise zum EM-Spiel in München ab

© SNA / Waleri Melnikow / Zur BilddatenbankViktor Orban (Archiv)
Viktor Orban (Archiv) - SNA, 1920, 23.06.2021
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Der ungarische Regierungschef Viktor Orban hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur seine Reise zum Europameisterschaftsspiel zwischen Deutschland und Ungarn abgesagt, das am heutigen Mittwoch um 21.00 Uhr stattfindet.
Die Entscheidung des Ministerpräsidenten wurde nach DPA-Angaben noch nicht offiziell bestätigt. Die Agentur weist aber darauf hin, dass es vor dem abschließenden Gruppenspiel heftige Debatten über das UEFA-Verbot der Beleuchtung der Münchener EM-Arena in Regenbogenfarben gegeben hat.
„Allianz-Arena“ in München - SNA, 1920, 22.06.2021
Nach Ablehnung der Regenbogenbeleuchtung in München viel Kritik an UEFA
Einen entsprechenden Antrag von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte die Europäische Fußball-Union UEFA zuvor abgelehnt. Die Organisation betonte, dass sie „aufgrund ihrer Statuten“ politisch und religiös neutral sei.
„Angesichts des politischen Kontextes dieser speziellen Anfrage – eine Botschaft, die auf eine Entscheidung des ungarischen Parlaments abzielt – muss die UEFA diese Anfrage ablehnen“, teilte die UEFA mit.
Orban appellierte laut der DPA an die deutsche Politik, das UEFA-Verbot für eine Beleuchtung des Münchner EM-Stadions in Regenbogenfarben zu akzeptieren.
„Ob das Münchener Fußballstadion oder ein anderes europäisches Stadion in Regenbogenfarben leuchtet, ist keine staatliche Entscheidung“, sagte der Ministerpräsident der Nachrichtenagentur am Mittwoch .
Auch in Budapest gehören Orban zufolge „die Regenbogenfarben selbstverständlich zum Straßenbild“.
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán - SNA, 1920, 19.06.2021
Mehr Rechte für nationale Parlamente: Orban will Macht des EU-Parlaments einschränken
Hintergrund des geplanten Protestes war ein Gesetz, das das Verbot der Propaganda von Homosexualität bei Minderjährigen vorsieht und in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament gebilligt wurde.
Mit der Regenbogen-Aktion sollte ein Zeichen gegen Homophobie und für Toleranz gesetzt werden. Auch der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder hatte die Initiative unterstützt.
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