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„Reuiger Deutscher oder ein Erbe der Nazis?“: Lukaschenko kritisiert Maas nach neuen EU-Sanktionen

© SNA / Sputnik / Zur BilddatenbankAlexander Lukaschenko in Brest vor einem Konzert anlässlich des 80. Jahrestages des Überfalls von Hitler-Deutschland auf die Sowjetunion
Alexander Lukaschenko in Brest vor einem Konzert anlässlich des 80. Jahrestages des Überfalls von Hitler-Deutschland auf die Sowjetunion  - SNA, 1920, 23.06.2021
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Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat von dem Hintergrund des Sanktionsdrucks auf sein Land den deutschen Außenminister Heiko Maas angegriffen, der zuvor über die Unvermeidlichkeit der zusätzlichen Sanktionen gegen ganze Teile der weißrussischen Wirtschaft gesprochen hatte.
Der Westen, insbesondere Deutschland, hätten nichts aus der Geschichte gelernt, sagte Lukaschenko anlässlich des 80. Jahrestages des Überfalls von Hitler-Deutschland auf die Sowjetunion, an den Weißrussland und andere Ex-Sowjetstaaten am Dienstag erinnert haben.
„Was wir nicht erwartet haben, ist, dass sich auch Deutschland an dieser kollektiven Verschwörung beteiligt“, sagte der 66-Jährige in der Stadt Brest im Westen des Landes. Er hätte eine Beteiligung an den Sanktionen nicht von denjenigen erwartet, „deren Vorfahren jeden dritten Weißrussen umgebracht haben“, sagte Lukaschenko.
Er erinnerte auch an die Worte des deutschen Außenministers Heiko Maas, der zuvor zu den Zielen der EU-Wirtschaftssanktionen gesagt hat: „Wir wollen auf die Art und Weise einen Teil dazu beitragen, dass dieses Regime finanziell ausgetrocknet wird.“
Lukaschenko sagte: „Herr Maas, wer sind Sie? Ein gestern noch reuiger Deutscher oder ein Erbe der Nazis? Antworten Sie öffentlich darauf, wenigstens vor ihrem eigenen Volk“.
In diesem Zusammenhang mahnte er, „die Sünden ihrer Vorgänger nicht öffentlich zu bereuen“, diese Reue sei wertlos. Der weißrussische Staatschef betonte, dass keine Worte die wahren Absichten verbergen können.

EU-Sanktionen gegen Minsk

Am Montag hatten sich die EU-Außenminister weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Weißrussland geeinigt. Demnach sollen EU-Einreiseverbote gegen 78 Personen verhängt und ihre in der EU vorhandenen Vermögenswerte eingefroren werden. Betroffen sind zudem mindestens sieben Organisationen – staatliche Stellen und Unternehmen.
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Maas hält aber zusätzliche Strafmaßnahmen gegen Teile der weißrussischen Wirtschaft für unausweichlich. Diese sollen etwa die Kali-Industrie, den Energie- und Finanzsektor treffen. Als Argument für die Sanktionen nennt Brüssel die „anhaltenden Repressionen gegen die Zivilgesellschaft und die demokratische Opposition“ in Weißrussland. Das Sanktionspaket trifft außerdem Personen, die aus EU-Sicht an dem Vorfall mit der Landung des Rayanair-Flugzeugs am 23. Mai beteiligt waren.
Die Sowjetunion hatte mit rund 27 Millionen Toten so viele Opfer zu beklagen wie kein anderes Land im Zweiten Weltkrieg. Der Überfall durch die Nazis am 22. Juni 1941 markierte für das Land den Beginn des Großen Vaterländischen Krieges.
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