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Immobilien in Italien für den Preis einer Tasse Kaffee – wo ist der Haken?

© CC0 / Nicola Giordano / PixabayEine Altstadt (Symbolbild)
Eine Altstadt (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.06.2021
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Die Verwaltung einer kleinen Kommune in Süditalien hat mit dem Ein-Euro-Verkauf von alten Häusern begonnen. Solch ein Traumkauf geht allerdings mit zusätzlichen Verpflichtungen einher, informiert der Apartment-Vermittler „Idealista“.
Pratola Peligna befindet sich in den Abruzzen, die Region liegt östlich von Rom an der Adriaküste im Apennin. Die Kommune ist eine halbe Stunde vom Skigebiet Roccaraso und zugleich von der Meeresküste entfernt. Nach Sizilien, Kampanien und Molise werden nun auch hier Ein-Euro-Häuser zum Verkauf angeboten. Die Aktion wurde bisher auch in Griechenland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Kroatien, Österreich und Norwegen durchgeführt.
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Laut „Idealista“ soll der Verkauf in Pratola Peligna durch die Rechtsanwältin Antonella Di Nino initiiert worden sein. Als sie vor vier Jahren den Posten der Bürgermeisterin übernahm, machte sie die Wiederbelebung von verlassenen Gebäuden und Wohnungen zu einer ihrer größten Prioritäten.

„Auch in unserer Gemeinde haben wir unter den indirekten Auswirkungen des Erdbebens in L'Aquila (das stärkste in Italien seit 30 Jahren – Anmerkung der Redaktion) gelitten, deshalb haben wir uns sofort an die Arbeit gemacht, um die notwendigen Verfahren zu reaktivieren, um Fördermittel für den Wiederaufbau einzelner Immobilien oder von Gebäudekomplexen zu erhalten“, sagte sie gegenüber „Idealista“.

Dazu führte die Kommunalverwaltung eine umfassendere Kartierung durch und stellte nach anderthalb Jahren fest, dass etwa 240 Gebäude tatsächlich verlassen wurden. „Es gab Immobilien, die auf den Namen von Bürgern mit dem Geburtsjahr 1890 registriert waren, in anderen Fällen waren die Eigentümer gestorben, und die Nachfolge war noch nicht einmal offen“, erklärt Di Nino. Viele Eigentümer, die mithilfe von Freiwilligen im Endeffekt ausfindig gemacht werden konnten, hätten weder Interesse noch die Bereitschaft, sich mit den verlassenen Gebäuden auseinanderzusetzen.
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Deshalb schien der Beschluss, diese Häuser zu einem symbolischen Preis von einem Euro zu verkaufen, eine passende Lösung zu sein, um alle Parteien – Eigentümer, die Gemeinde und potenzielle Käufer – zufrieden zu stellen. Laut „Idealista“ wurde die Entscheidung bereits 2018 getroffen, und in diesem Jahr sollen die ersten vier Kaufverträge erstellt werden.
Die Käufer verpflichten sich dabei zur Durchführung von Sicherheitsarbeiten innerhalb der nächsten drei Jahre. Dabei können sie „Idealista“ zufolge auch einen Seismobonus erhalten und somit von den gesetzlich vorgesehenen Steuererleichterungen profitieren. Sie dürfen auch frei darüber entscheiden, ob die Immobilien gewerblich oder zu Wohnzwecken genutzt werden.
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