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Bundesregierung muss Nord Stream 2 politisch durchsetzen – deutsche Unternehmer in Moskau

© SNA / Ilya PitalyewBauarbeiten an der Gaspipeline Nord Stream 2 (Archivbild)
Bauarbeiten an der Gaspipeline Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 23.06.2021
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Bei der vor allem in den USA und Osteuropa umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream 2 ist die Stimmung der in Russland tätigen deutschen Wirtschaft eindeutig. 97 Prozent der deutschen Unternehmer meinen laut einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage, dass die Bundesregierung die Fertigstellung und Inbetriebnahme politisch durchsetzen muss.
94 Prozent halten die Gasverbindung für die europäische Energieversorgung für wichtig oder sogar unverzichtbar. „Nord Stream 2 ist unbedingt notwendig als Brückentechnologie auf dem Weg zur Energiewende“, kommentierte die aktuelle AHK-Umfrage Rainer Seele, Präsident der Deutsch-Russischen Außenhandelskammer.
„Die Pipeline genießt nicht nur die Unterstützung der deutschen Wirtschaft, sondern der Mehrheit der gesamten deutschen Bevölkerung. Man muss die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Ostsee-Pipeline durchsetzen trotz politischem Gegenwind aus den USA und einigen Staaten Osteuropas.“
Auf die SNA-Frage, ob das Schicksal von Nord Stream 2 nach dem Gipfel Putin-Biden gesichert sei, antwortete AHK-Vorstandschef Matthias Schepp: „Was man sehen kann und was allgemein von Analytikern kommentiert worden ist, ist, dass die amerikanischen Sanktionen in den vergangenen Monaten nicht so hart ausgefallen sind, wie sie hätten sein können, weil es jetzt keine Sanktionen gegen die Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG selbst oder deren Geschäftsführer gab. Was aber in Zukunft kommt, ist vollkommen offen.“
US-Außenminister Antony Blinken spricht nach Gesprächen im Auswärtigen Amt in Berlin am 23. Juni 2021 zu einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesaußenminister Heiko Maas.  - SNA, 1920, 23.06.2021
US-Außenminister Blinken warnt vor Nord Stream 2 als „Waffe“ gegen Ukraine und Europa
Mehr als die Hälfte der Befragten deutschen Unternehmer glaubt laut der Umfrage, dass die Bedeutung Russlands für ihr Geschäft langfristig nur zunehmen wird. Gleichzeitig halten es mehr als 90 Prozent der Umfrageteilnehmer für notwendig, die deutschen und europäischen Sanktionen gegen Russland aufzuheben. In diesem Punkt seien sich fast alle einig, so Rainer Seele: „Die deutschen und die europäischen Sanktionen gegen Russland müssen abgeschafft werden. Die Sanktionsspirale hilft nicht, politische Probleme zu lösen, und schadet eigentlich nur der Wirtschaft. Deutsche Firmen laufen Gefahr, aufgrund der Russlandsanktionen große Marktanteile langfristig an die Konkurrenz, vor allem aus China, zu verlieren. 60 Prozent der Firmen wollen einen schrittweisen Abbau der Strafmaßnahmen, 32 Prozent sogar ein sofortiges Ende.“
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