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Afghanistan
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Abzug aus Afghanistan: Maas dankt Soldaten für Einsatz, Bartsch kritisiert die Bundesregierung

© REUTERS / Andrew Harnik/PoolBundesaußenminister Heiko Maas (Symbolbild)
Bundesaußenminister Heiko Maas (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.06.2021
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Im Bundestag wird am Mittwoch Bilanz des 20-jährigen Bundeswehreinsatzes in Afghanistan gezogen. Der Pressedienst des Parlaments erläutert die wichtigsten Aussagen der Sprecher auf seiner Webseite.
Laut Bundesaußenminister Heiko Maas soll Deutschland auch weiter in enger Partnerschaft mit der afghanischen Regierung und mit zivilen Mitteln fortführen, wofür die deutschen Soldatinnen und Soldaten „so viele Opfer“ gebracht hätten. Er wies auf erhebliche Erfolge bei der Bekämpfung der Mütter- und Kindersterblichkeit hin und sprach von einer „immer selbstbewussteren Zivilgesellschaft“ in Afghanistan.
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Zugleich sei es die größte Herausforderung, Frieden und Stabilität in der Region dauerhaft sicherzustellen. Dazu wolle die Bundesregierung auch den politischen Prozess in Doha „nach besten Kräften“ unterstützen. Der Außenminister bedankte sich bei den deutschen Soldaten für den Einsatz.
Der Linken-Spitzenkandidat und Fraktionschef Dietmar Bartsch war in seiner Rede hingegen deutlich kritischer eingestellt. Nach seiner Einschätzung ist der Krieg gegen den Terror in Afghanistan gescheitert. Denn die Taliban* säßen vielfach wieder an den Schalthebeln der Macht, viele Mädchenschulen seien schon wieder geschlossen. Vom Krieg hätten nur die Taliban und die Rüstungsindustrie profitiert.
„Die Nato hat dem Land keine Sicherheit gebracht“, stellte Bartsch fest.
Zudem warf der Politiker der Bundesregierung „Hinterherdackelei hinter den USA“ vor. „Wenn die Amerikaner in Afghanistan geblieben wären, hätten Sie eine Begründung für eine Verlängerung des Einsatzes gefunden“, so Bartsch.
Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur soll der Krieg in Afghanistan etwa 185.000 zivile Opfer gefordert haben. Allein im Jahr 2020 seien 9000 Zivilisten und 10.000 afghanische Soldaten getötet worden.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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