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„Wir importieren Waren, kein Virus”: Wollte Trump infizierte Rückkehrer nach Guantánamo schicken?

© REUTERS / Jonathan DrakeEx-US-Präsident Donald Trump (Symbolbild)
Ex-US-Präsident Donald Trump (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.06.2021
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Ein neues Buch von Journalisten der „Washington Post“ erklärt angeblich den inadäquaten Umgang der Trump-Administration mit der Corona-Pandemie. Darüber informiert die Zeitung am Dienstag.
Laut dem Buch von Yasmeen Abutaleb und Damian Paletta soll sich Trump am Beginn der Pandemie überlegt haben, infizierte US-Bürger nach der Rückkehr aus dem Urlaub zur Quarantäne in das Gefangenlager Guantánamo auf Kuba zu schicken. Als seine Beamten aus dem Weißen Haus darüber berieten, wie infizierte Amerikaner zur Behandlung nach Hause gebracht werden sollten, soll der Ex-Präsident diese seltsame Lösung vorgeschlagen haben, um die Zahl der Infizierten in den USA zu reduzieren.
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Die Autoren behaupten, Trump hätte sich im Februar 2020 im Weißen Haus gefragt: „Haben wir keine Insel, die wir besitzen? Was ist mit Guantánamo?“, und seinen Berater dadurch fassungslos gemacht haben. Diese verwarfen die Idee schnell wieder, als der ehemalige Präsident sie ein zweites Mal zur Sprache brachte, denn sie befürchteten eine Gegenreaktion auf die Quarantäne amerikanischer Touristen auf demselben karibischen Stützpunkt, auf dem die Vereinigten Staaten Terrorismusverdächtige festhalten.
„Wir importieren Waren. Wir werden kein Virus importieren“, soll Trump nach Angaben der „Washington Post“ seinen Mitarbeitern erklärt haben.
Das Buch unter dem Titel „Alptraum-Szenario: Die Reaktion der Trump-Regierung auf die Pandemie, die die Geschichte verändert hat“ soll am 29. Juni erscheinen. Dieses stellt den Präsidenten im Kampf mit der Pandemie als ineffektiv und unnahbar dar, als seine Gesundheits- und nationalen Sicherheitsbeamten versuchten, dem sich verschlimmernden Ausbruch gegenzusteuern. Demnach soll Trump beispielsweise den Radiologen Scott Atlas als Berater engagiert haben, der weder mit Infektionskrankheiten noch mit dem öffentlichen Gesundheitswesen Erfahrung hatte.
Dem Buch zufolge wollte der ehemalige Präsident auch einen hochrangigen Beamten des Außenministeriums entlassen, weil dieser durch seine Entscheidung, einem Dutzend infizierter US-Bürger die Rückkehr in die Heimat auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ zu ermöglichen, die Zahl der Angesteckten in den Vereinigten Staaten verdoppelt hatte. Infolgedessen stieg die Zahl der US-Coronafälle auf 28. Die Autoren berichten, sowohl Trump als auch seine Stellvertreter hätten ihre Rivalen isoliert beziehungsweise bedroht und somit alle Bemühungen untergraben, den Ausbruch des Virus einzudämmen.
„Das war es, was aus der Reaktion geworden war: eine toxische Umgebung, in der, egal wohin man sich wandte, jemand bereit war, einem den Kopf abzureißen, oder damit drohte, einen zu feuern“, schreiben Abutaleb und Paletta.
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