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Europol-Bericht: Terroristen nutzen die Pandemie aus

© CC0 / markusspiske / PixabayPolizeieinsatz (Symbolbild)
Polizeieinsatz (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.06.2021
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Terroristen hätten versucht, die Corona-Krise für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Das macht Europol im aktuellen Jahresbericht zum Terrorismus deutlich.
„Terroristen nutzen jede Gelegenheit, um demokratische Strukturen auszuhöhlen, Angst zu verbreiten und die Gesellschaft zu polarisieren“, heißt es in dem Jahresbericht zum Terrorismus in der EU, den Europol am Dienstag in Den Haag vorstellte.
Die Covid-19-Pandemie habe die „politische Polarisierung“ verschärft, so die Autoren des Berichts. Die Intoleranz gegenüber politischen Gegnern habe zugenommen und mehr Personen würden verbal oder körperlich gewalttätig. Terroristen nutzten dies aus, um ihre gewalttätigen Ideologien zu verbreiten.
„Das Risiko der Radikalisierung online hat zugenommen“, sagte Ylva Johansson, EU-Kommissarin für Inneres, bei der Vorstellung des Reports. Dies treffe vor allem auf rechtsextremen Terrorismus zu. Rechtsextremisten hätten sich etwa Protesten gegen staatliche Corona-Maßnahmen angeschlossen. Über Online-Foren oder Gaming-Portale würden sie jüngere und gut ausgebildete Anhänger gewinnen, so Johansson.
Die größte Bedrohung in der EU geht dem Bericht zufolge aber vom islamistischen Terrorismus aus. Islamisten wären im Jahr 2020 für zehn Anschläge mit zwölf Toten verantwortlich gewesen. Dahinter steckten meist Einzeltäter, die von ausländischen Terrorgruppen wie dem IS beeinflusst worden waren. So sind laut dem Bericht im letzten Jahr 57 Terroranschläge in der EU registriert worden. Dazu zählt Europol auch geplante und vereitelte Attacken. 21 Menschen wurden dabei getötet und 449 Verdächtige festgenommen.
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