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„Sowjetischen Opfern der Wehrmacht in die Augen blicken“: SNA-Interview zum 22. Juni 1941 – VIDEO

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Heute vor 80 Jahren, am 22. Juni 1941, hat Nazi-Deutschland die Sowjetunion überfallen. Die Wehrmacht nahm dabei rund 5,7 Millionen sowjetische Gefangene, die bewusst Erschöpfung und Hungertod ausgesetzt waren. Im SNA-Interview erklärt Historiker Jörg Morré, wie das Deutsch-Russische Museum in Berlin-Karlshorst dieser Opfer aktuell gedenkt.
„Dimensionen eines Verbrechens. Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg.“ So lautet der Titel der aktuellen Sonderausstellung im Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst. Mitverantwortlich für diese zeichnen Museumsdirektor Dr. Jörg Morré und die Leiterin des Projekts und Kuratorin der Ausstellung, seine Kollegin Dr. Babette Quinkert.
„Wir haben diese Ausstellung bewusst in den Garten gesetzt, als Open-Air-Veranstaltung trotz Pandemie-Bedingungen“, sagte Historiker Morré im SNA-Interview vor Ort kurz vor der Eröffnung. Gleichzeitig erinnerte er an das „Verbrechen und den schrecklichen Krieg zwischen der Sowjetunion und dem Deutschen Reich.“

„Für uns als Museum ist es deswegen wichtig, weil dieser Krieg, der mit dem Überfall auf die Sowjetunion noch einmal in eine dramatischere Etappe getreten war, hier dann zu Ende gebracht wird.“

Der Saal, in dem die letzte Regierung Nazideutschlands 1945 die historische Kapitulation vor den sowjetischen Alliierten unterzeichnen musste, ist bis heute im Museum zugänglich und wird für Veranstaltungen genutzt. Das Museum nehme alljährlich den 22. Juni zum Anlass, an die damaligen Schrecken durch Ausstellungen und historische Info-Veranstaltungen zu erinnern.
Ausstellung im Deutsch-Russischen Museum - SNA, 1920, 19.06.2021
„Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg“ und das „Unternehmen Barbarossa“ – SNA-Video
Darüber hinaus betonte Morré die Zusammenarbeit seines Hauses mit weiteren Instituten, Museen und Forscherinnen sowie Forschern in Russland, Belarus und der Ukraine. Diese Kooperation erfolge nicht nur im Rahmen der gegenwärtigen Gedenk-Vernissage. Diese erinnert durch Bilder der Opfer und weitere Medien-Angebote an die etwa 5,7 Millionen Soldatinnen und Soldaten der Roten Armee, die die Wehrmacht nach 1941 beim Ost-Feldzug gefangen genommen hatte.
Mit einer feierlichen Gedenkrede eröffnete am vergangenen Freitag Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) die Erinnerungs-Vernissage im Museum. Er war damit das erste deutsche Staatsoberhaupt, welches das Deutsch-Russische Museum in Berlin-Karlshorst besucht hat.
Zuvor erwiderte der Museumsdirektor im SNA-Gespräch die Kritik des Botschafters der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, an der aktuellen Ausstellung. Der Diplomat war der Einladung des Museums zur feierlichen Ausstellungs-Eröffnung nicht gefolgt. Die Ukraine ist eine der Nachfolgestaaten der früheren Sowjetunion.
Noch bis zum Oktober können Interessierte die Open-Air-Ausstellung im Außengelände des Deutsch-Russischen Museums in Berlin-Karlshorst, Zwieseler Str. 4, besichtigen. Die Vernissage ist mehrsprachig gehalten: In Deutsch, Englisch sowie in deutsch-russischer Übersetzung zugänglich. Mehr Informationen auf der Website des Museums.
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