Um Ansteckung in Krankenhäusern zu vermeiden: Italien suspendiert ungeimpfte Gesundheitskräfte

© AP Photo / Alessandra TarantinoKrankenpfleger in Italien bereitet sich auf eine Impfung vor (Symbolbild)
Krankenpfleger in Italien bereitet sich auf eine Impfung vor (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.06.2021
Italien hat angefangen, Mitarbeiter des Gesundheitswesens zu suspendieren, die sich noch nicht gegen Covid-19 impfen ließen. Darüber informierte die italienische Presseagentur „Ansa“ am Montagabend.
Über 45.000 Gesundheitskräfte sollen nach Angaben der italienischen Covid-Notstandsbehörde bislang eine Corona-Impfung verweigert haben. Nur 0,2 Prozent davon seien Ärzte, was etwa 200 bis 300 Ärzten im ganzen Land entspreche, betonte Carlo Palermo, ein nationaler Sekretär einer der größten Ärztegewerkschaften Italiens, "Anaao-Assiomed". Diese sollen nun aus dem Dienst suspendiert werden, weil sie der noch im Frühling eingeführten Impfpflicht nicht nachkamen. Die Position der Gewerkschaft sei „klar und scharf“, zitiert Palermo die „Ansa“.
„Es kann nicht sein, dass sich Ärzte nicht impfen lassen, denn es ist nicht hinnehmbar, dass Orte der Pflege wie Krankenhäuser zu Orten potenzieller epidemischer Ansteckung für Bürger werden“, so der Gewerkschaftler.
Nach Ansa-Angaben siehe das im April beschlossenen Anti-Corona-Dekret vor, dass ungeimpfte Ärzte, Krankenschwestern und weiteres Gesundheitspersonal, wie etwa Pfleger und Apotheker, zu anderen Aufgaben ohne Patientenkontakt eingeteilt werden müssen, solange dies möglich wäre. Sonst können die Mitarbeiter in Zwangsurlaub verschickt werden. Die Entlassung der Corona-Verweigerer unter dem medizinischen Personal sei jedoch nicht vorgesehen, betonte Palermo. Zudem gelte die Regelung aktuell bis zum 31. Dezember 2021.
Impfkampagne in Madrid - SNA, 1920, 12.06.2021
Wegen Tod einer 18-Jährigen nach Impfung mit AstraZeneca: Italien ändert Impfstrategie
Eine Massenimpfkampagne gegen das Coronavirus hatte in Italien am 27. Dezember angefangen. Als Ersten ließen sich die Mitarbeiter des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten „Lazzaro Spallanzani“ in Rom impfen. Anschließend ging die Impfkampagne von Ärzten und medizinischem Personal landesweit weiter.
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