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"Tragen Sie mich als Freiwilliger ein" - 80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion

© Foto : Museum der politischen Geschichte St. PetersburgFreiwilligenanträge
Freiwilligenanträge - SNA, 1920, 22.06.2021
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Im Museum für Politische Geschichte von St. Petersburg ist anlässlich des 80. Jahrestages des Überfalls Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion eine Ausstellung eröffnet worden, die der Freiwilligenbewegung gewidmet ist. Sie zeigt eine einzigartige Sammlung von Bürgeranträgen im Juni-Juli 1941, wo BürgerInnen baten, an die Front geschickt zu werden.
Die Einwohner der Sowjetunion erfuhren vom Angriff Hitler-Deutschlands und dem Beginn des Krieges aus der Radiorede des Volkskommissars für auswärtige Angelegenheiten, Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow, am 22. Juni 1941. In seiner Rede wurde der Kriegsausbruch zum ersten Mal als „Großer Vaterländischer Krieg“ bezeichnet und die letzten Sätze: "Unsere Sache ist gerecht. Der Feind wird geschlagen. Der Sieg wird unser sein!" wurden zu seiner wichtigsten Parole.
Am 23. Juni wurde gemäß dem Dekret des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR eine allgemeine Mobilmachung der Wehrpflichtigen im Alter von 23 bis 36 Jahren angekündigt. Viele Leute, die aus verschiedenen Gründen von der Wehrpflicht befreit waren, belagerten Militärdienststellen und Rekrutierungsbüros in Betrieben, in den Bezirkskomitees der Kommunistischen Partei und der Kommunistischen Jugendorganisation Komsomol. Die Leute strebten an die Front und baten darum, als Freiwillige dorthin geschickt zu werden.
Aus der Anmeldung des Militäringenieurs Marwinski: „Ich bitte, meinen Sohn Nikolai Norbekow in die Reihen der Roten Armee aufzunehmen. Trotz seiner körperlichen Behinderung wird er ein ehrlicher und guter Verteidiger der Heimat sein.“ Oder Boris Parfjonow schrieb: „1918, im Bürgerkrieg, ging ich freiwillig zur Roten Armee, um die Sowjetrepublik zu verteidigen. Ein heimtückischer Feind hat meine Heimat angegriffen. Ich bitte, mich in die Baltische Flotte einzutragen, in deren Reihen mein Sohn Jewgeni und mein Bruder Fjodor kämpfen.“
© Foto : Museum der politischen Geschichte St. PetersburgFreiwilligenanträge
Freiwilligenanträge - SNA
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Freiwilligenanträge
© Foto : Museum der politischen Geschichte St. PetersburgEinwohner von Leningrad hören Molotows Rede am 22. Juni 1941 im Radio
Einwohner von Leningrad hören Molotows Rede am 22. Juni 1941 im Radio - SNA
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Einwohner von Leningrad hören Molotows Rede am 22. Juni 1941 im Radio
© Foto : Russisches Staatsarchiv für Film- und FotodokumenteDeutsche Truppen überqueren die Staatsgrenze der UdSSR. 22. Juni 1941
Deutsche Truppen überqueren die Staatsgrenze der UdSSR. 22. Juni 1941  - SNA
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Deutsche Truppen überqueren die Staatsgrenze der UdSSR. 22. Juni 1941
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Einwohner von Leningrad hören Molotows Rede am 22. Juni 1941 im Radio
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Deutsche Truppen überqueren die Staatsgrenze der UdSSR. 22. Juni 1941
Am 27. Juni, dem sechsten Kriegstag, wurde bei einer Sitzung im Leningrader Stadtkomitee beschlossen, eine aus Freiwilligen rekrutierte Armee zur Verteidigung der Stadt zu bilden. So begann die Geschichte der Leningrader Volksmiliz.
Die Schicksale der Milizen waren unterschiedlich. Freiwillige waren dem Feind in Waffen und militärischen Fähigkeiten unterlegen, erlitten große Verluste, spielten aber immer noch eine wichtige Rolle in den Abwehrkämpfen der ersten Kriegsperiode. Unter ihnen waren ein Freiwilliger, der auf dem Schlachtfeld „Newski-Plat“ ums Leben gekommen ist, ein Soldat, der in finnischer Gefangenschaft gestorben ist, und ein Freiwilliger, der Berlin erreicht hat. Auch eine Krankenschwester, die während des Krieges in ein und demselben Sanitätsbataillon gearbeitet hat, zuerst bei Leningrad, dann im Baltikum und in Polen, und den Krieg an der Grenze zur Tschechoslowakei beendet hat.
Die auf der Ausstellung präsentierten Freiwilligenanträge wurden von Juni bis Juli 1941 beim Leningrader Militäreinberufungsamt eingereicht. Etwa 70 Anträge wurden mit persönlichen Angaben ergänzt. Biografische Informationen wurden aus den elektronischen Datenbanken der Teilnehmer des Großen Vaterländischen Krieges gewonnen.
Deutsche Gebirgsjäger beim Vormarsch nahe der deutsch-sowjetischen Interessengrenze, 22. Juni 1941 - SNA, 1920, 21.06.2021
„Schuld für den Ausbruch des Krieges liegt ganz klar bei Deutschland“ - Historiker im Gespräch
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