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UEFA verbietet Regenbogen-Arena beim Spiel Deutschland-Ungarn

© AFP 2021 / MATTHIAS HANGSTAllianz Arena in München, 18. Juni 2021
Allianz Arena in München, 18. Juni 2021 - SNA, 1920, 21.06.2021
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Der Wunsch der Stadt München, die Allianz Arena beim anstehenden Spiel zwischen Deutschland und Ungarn in den Regenbogenfarben leuchten zu lassen, wird nicht in Erfüllung gehen. Die UEFA hat laut der Bild-Zeitung den Farbenwechsel am Montag verboten.
Die Entscheidung wurde dem Blatt zufolge damit begründet, dass die elf Stadien nur in den Farben der UEFA und der teilnehmenden Nationen leuchten sollen.
„Die UEFA gibt ein einheitliches Stadiondesign vor. Und es gibt gute Gründe, dieses einheitliche Stadiondesign auch zu leben. Vielleicht muss man die Beleuchtung nicht unbedingt am Spieltag Mittwoch festmachen“, wird DFB-Pressesprecher Jens Grittner im Bericht zitiert.
Dafür soll die Allianz Arena am Christopher Street Day (28. Juni) in Regenbogen-Farben leuchten. Allerdings ist an diesem Tag in der Münchner Arena kein Spiel geplant.
Manuel Neuer applaudiert den Fans nach dem Spiel mit Portugal - SNA, 1920, 21.06.2021
Nach UEFA-Überprüfung: Manuel Neuer darf Regenbogen-Kapitänsbinde weiter tragen
Mit der Regenbogen-Aktion sollte ein Zeichen gegen Homophobie und für Toleranz gesetzt werden. Auch der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder hatte die Initiative unterstützt. Es wäre ein „Signal, dass für die Freiheit unserer Gesellschaft steht“, sagte Söder am Montag nach einer Sitzung der Präsidien und Vorstände von CDU und CSU in Berlin.
Die ungarische Regierung hatte zuvor laut Medien mit einem neuen Gesetz die Rechte von Homosexuellen und Transsexuellen eingeschränkt. Das Recht auf Adoption wurde für sie ausgeschlossen, eine klassische Familie aus Mutter und Vater soll nun in der Verfassung verankert werden.
Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto hatte zuvor die geplante Aktion als „schädlich und gefährlich“ bezeichnet.
„Es ist extrem schädlich und gefährlich, Sport und Politik zu vermischen“, sagte Szijjarto der Nachrichtenagentur MTI am Montag. „Die historische Erfahrung zeigt uns, dass das schlimm ist, und vor allem die Deutschen wissen das sehr gut.“
Zuvor hatte es einen Streit um die Regenbogen-Kapitänsbinde von Torhüter Manuel Neuer gegeben. Nach einer kurzfristigen Überprüfung entscheid die UEFA jedoch, den Fußball-Nationalspieler Manuel Neuer bei der EM seine Kapitänsbinde in Regenbogenfarben weiter tragen zu lassen. Die Überprüfung selbst sorgte für viel Empörung in der Politik. Der SPD-Politiker Karl Lauterbach bezeichnete die Ermittlungen unter anderem als „absurd“. „Da wird der Bock zum Gärtner gemacht. Alle Parteien sollten den DFB gegen die Uefa unterstützen“, kritisierte seinerseits der Grünen-Politiker Cem Özdemir.
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