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Verschollener Tengelmann-Chef für tot erklärt – Entscheidung bald rechtskräftig

© AP Photo / MARTIN MEISSNERChef der „Tengelmann“-Handelsgruppe, Karl-Erivan Haub
Chef der „Tengelmann“-Handelsgruppe, Karl-Erivan Haub - SNA, 1920, 21.06.2021
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Der Milliardär Karl-Erivan Haub ist einst bei einer Skitour in den Alpen spurlos verschwunden. Ein Gericht hat ihn kürzlich für tot erklärt. Die Entscheidung könnte diese Woche nach Ablauf einer wichtigen Frist rechtskräftig werden.
Der Chefs der „Tengelmann“-Handelsgruppe, Karl-Erivan Haub, wird rechtskräftig für tot erklärt, wenn bis zu diesem Dienstag (22. Juni) um Mitternacht keine Beschwerde gegen die Entscheidung des Amtsgericht Köln eingeht.
Der Milliardär ist am 7. April 2018 in Zermatt allein zu einer Skitour aufgebrochen. Er ist nicht zurückgekehrt. Seine Familie geht davon aus, dass der damals 58-Jährige am Klein Matterhorn tödlich verunglückte. Aus dem Familienkreis ist im Oktober 2020 ein Antrag beim Amtsgericht Köln gestellt worden, Haub für tot zu erklären.
Das Amtsgericht hatte Haub daraufhin im Mai für tot erklärt. Medienberichte haben Zweifel am Tod des erfahrenen Skiläufers gesät. Das Gericht hält diese aber für nicht belegbar. Derartige Vermutungen seien nicht ausreichend, um „die ernstlichen Zweifel am Fortleben des Verschollenen zu beseitigen“.
Eine Beschwerde ist bis Dienstag noch möglich. Diese könne nach Angaben des Gerichts allerdings nur derjenige einlegen, wer an der Aufhebung der Todeserklärung oder an der Berichtigung des Zeitpunktes des Todes ein rechtliches Interesse habe.
Polizei Nordrhein-Westfalen - SNA, 1920, 17.06.2021
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Nach dem Verschwinden von Karl-Erivan Haub übernahm zunächst dessen jüngerer Bruder, Christian Haub, die alleinige Geschäftsleitung. Seitdem gab es Medienberichten zufolge einen Familienstreit um die Neuverteilung der Macht in dem Handelskonzern, zu dem unter anderem der Textil-Discounter „Kik“ und die Baumarktkette „Obi“ gehören.
Der Familienkonzern habe bislang jeweils zu gut einem Drittel Karl-Erivan Haub und dem gegenwärtigen Geschäftsführer Christian Haub gehört. Die restlichen Anteile besitze der dritte Bruder, Georg Haub, heißt es. Die Ehefrau des Verschwundenen, Katrin Haub, habe den Antrag auf Todeserklärung zunächst scharf kritisiert. Anfang des Jahres habe sie laut Berichten überraschend ihre Meinung geändert und habe sich dem Antrag zusammen mit ihren Kindern angeschlossen. Wie die Anwälte beider Seiten mitteilten hatten sich die Erben von Karl-Erivan Haub im April bereit gezeigt, ihre Anteile an der „Tengelmann Warenhandels KG“ an Christian Haub zu verkaufen.
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