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Neuseeländische Gewichtheberin soll als erste Transgender-Athletin der Welt bei Olympia antreten

© REUTERS / PAUL CHILDSErste Transgender-Sportlerin bei Olympia Laurel Hubbard
Erste Transgender-Sportlerin bei Olympia Laurel Hubbard - SNA, 1920, 21.06.2021
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Bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio soll Laurel Hubbard als erste Transgender-Sportlerin antreten. Am Montag wurde die 43-Jährige vom neuseeländischen Olympischen Komitee (NZOC) für die Spiele nominiert.
Ein überfälliges Zeichen der Inklusion oder unfairer Vorteil? Mit Laurel Hubbard wird bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio zum ersten Mal eine Transgender-Athletin antreten. Die ersten 35 Jahre ihres Lebens lebte die Gewichtheberin als Mann und nahm an den Wettkämpfen der Männer teil, 2012 folgte die Geschlechtsangleichung. Die Neuseeländerin kann bereits auf Erfolge im Wettbewerb der Frauen verweisen: 2017 gewann sie die Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften und hält Rang 16 in der Weltrangliste.
Nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) 2015 sein Regelwerk angepasst hatte, können Transgender-Athletinnen an den Wettbewerben teilnehmen, sofern ihre Testosteronwerte eine bestimmte Grenze nicht überschreiten. Laut Medienberichten haben Tests im Vorfeld ergeben, dass Hubbards Testosteronwerte unterhalb der Schwelle liegen. Am Montag nominierte das neuseeländische Olympische Komitee (NZOC) die Gewichtheberin für die Olympiade von Tokio, die vom 23. Juli bis zum 8. August stattfindet.
„Wir erkennen an, dass die Geschlechtsidentität im Sport ein hochsensibles und komplexes Thema ist, das ein Gleichgewicht zwischen Menschenrechten und Fairness auf dem Spielfeld erfordert", sagte NZOC-Chefin Kereyn Smith laut dem Portal „Sport 1“. In der Vergangenheit hatte sich das NZOC stark für Hubbards Startrecht eingesetzt.
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Sie sei dankbar für die Güte und die Unterstützung, die sie von so vielen Neuseeländern erfahren habe, sagte Laurel Hubbard in einem Statement, das am Montag vom NZOC verbreitet wurde. Die Athletin wird in der Gewichtsklasse über 87 Kilogramm antreten.
Nicht alle sehen Hubbards Startrecht im Wettbewerb der Frauen als gerechtfertigt an. Kritiker werfen ihr als Transfrau vor, einen körperlichen Vorteil gegenüber weiblichen Athleten zu haben. Wie „Sport 1“ berichtet, hatte der australische Gewichtheberverband 2018 erfolglos versucht, Hubbard von den „Commonwealth Games“ auszuschließen.
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