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KSK-Reform: Kramp-Karrenbauer hält rechte Gesinnungen weiter für möglich

© AP Photo / HERMANN J. KNIPPERTZElitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) (Archiv)
Elitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) (Archiv) - SNA, 1920, 20.06.2021
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Im Zuge der Reform hat das skandalgeschüttelte Kommando Spezialkräfte (KSK) laut Deutschlands Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer das „Grundvertrauen“ zurückgewinnen können. Dennoch schließt die CDU-Politikerin nicht aus, dass es in der Bundeswehr-Eliteeinheit künftig Soldaten mit rechtsextremistischer Gesinnung geben könnte.
Es sei viel dafür getan worden, „die Gefahr von gefährlichen Gesinnungen durch eine verbesserte Auswahl und ständiges psychologisches Screening zu minimieren“, sagte Kramp-Karrenbauer der „Welt am Sonntag“. Doch könne man Menschen nie zu 100 Prozent durchleuchten, wurde sie von DPA zitiert.
„In einer Organisation wie der Bundeswehr mit über 200.000 Menschen kann man nie etwas bis ins Letzte ausschließen. Somit auch nicht bei Spezialkräften“, so die Verteidigungsministerin auf eine entsprechende Frage. Sie betonte, dass man dem Verband „wieder ein Grundvertrauen“ schenke.
Dies sei auch dadurch ausgesprochen worden, dass die Einsatzpause des KSK beendet und es zur Absicherung des Bundeswehr-Abzugs nach Afghanistan geschickt worden sei. „Im Übrigen müssen alle Soldatinnen und Soldaten das in sie gesetzte Vertrauen auch immer wieder rechtfertigen.“
Rüstungsexporte (Symbolbild) - SNA, 1920, 03.03.2021
Munitionsschwund und Amnestie im KSK der Bundeswehr – FDP fordert Konsequenzen
Das KSK ist ein seit 1996 bestehender Spezialkräfteverband des Deutschen Heeres, der nach Angaben der Bundeswehr über einzigartige Fähigkeiten verfügt und Aufgaben „von strategischem Interesse“ erfüllt, die oftmals durch herkömmliche Einheiten nicht zu stemmen sind.
Die Einsatzaufgaben reichen von der Befreiung von deutschen Geiseln in Krisen- oder Kriegsgebieten über die Festsetzung von Kriegsverbrechern oder Terroristen bis hin zur Ausbildungsunterstützung in Aufnahmestaaten und Spezialaufklärung. In den letzten Jahren hatte es beim Verband rechtsradikale Vorfälle und weitere Skandale gegeben. In dieser Woche entschied Kramp-Karrenbauer, dass das KSK bestehen bleibt. Vorangegangen waren umfangreiche Reformauflagen.
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