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Mit Rücksicht auf Frauenrechte? Taliban wollen „echtes islamisches System“ in Afghanistan aufbauen

© AFP 2021 / ALEXANDER ZEMLIANICHENKODer Politbüro-Chef der Taliban, Mullah Abdul Ghani Baradar, sowie weitere Vertreter der Taliban-Delegation in Moskau
Der Politbüro-Chef der Taliban, Mullah Abdul Ghani Baradar, sowie weitere Vertreter der Taliban-Delegation in Moskau - SNA, 1920, 20.06.2021
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Nach dem Abzug der ausländischen Truppen aus Afghanistan wollen die radikal-islamistischen Taliban in dem Land ein „echtes islamisches System“ etablieren. Im Rahmen des Systems sollen unter anderem Rechte von Frauen und Minderheiten geschützt werden, wie der Politbüro-Chef der Extremisten, Mullah Abdul Ghani Baradar, in einer Erklärung mitteilte.
„Ein echtes islamisches System ist das beste Mittel zur Lösung aller Probleme der Afghanen“, heißt es in der am Sonntag veröffentlichten Erklärung. Die Taliban fühlten sich dazu verpflichtet, allen Rechten der afghanischen Bürger im Einklang mit den religiösen Regeln und kulturellen Traditionen entgegenzukommen, teilte der Politbüro-Chef der Extremisten mit. In dieser Hinsicht seien auch „Erleichterungen“ für Frauen vorgesehen, die ihnen bessere Perspektiven bei der Arbeit und Ausbildung eröffnen sollten. Auch ausländische Diplomaten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen sollen demnach sicher arbeiten könnten.

Bei den Friedensverhandlungen mit der afghanischen Regierung in Doha sollten diese Fragen konkret besprochen werden. Die Teilnahme an den Verhandlungen sei ein Zeichen dafür, dass die Taliban an einer Lösung durch gegenseitiges Verständnis interessiert seien, hieß es.

Die Gewalt in Afghanistan dauert trotz der laufenden Friedensgespräche zwischen den militant-islamistischen Taliban und Vertretern der afghanischen Republik weiter an. Der Abzug der internationalen Soldaten aus dem Land soll bis spätestens 11. September abgeschlossen sein.

Es wird befürchtet, dass die Islamisten einen Großteil der Fortschritte bei den Bürgerrechten wieder rückgängig machen, wenn sie abermals an die Macht kommen. Vor allem die Rechte von Frauen und Mädchen werden als gefährdet angesehen.
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