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Von der Yacht eines Milliardärs ins Auktionshaus – Churchill-Gemälde kommt unter den Hammer

© AFP 2021 / Kena BetancurChurchill-Gemälde versteigert
Churchill-Gemälde versteigert - SNA, 1920, 19.06.2021
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Das Ölgemälde von Winston Churchill mit dem Titel „The Moat, Breccles“ (1921), das als verschollen galt, wird demnächst versteigert. Lange Zeit gehörte es dem Milliardär Aristoteles Onassis, der es auf seiner Yacht namens Christina ausstellte. Die Erben von Onassis werden sich nun von dem Werk bei einer Phillips-Auktion in New York trennen.
Winston Churchill, einer der größten Staatsmänner des 20. Jahrhunderts, hatte das als vermisst geltende Landschaftsbild „The Moat, Breccles“ zum ersten Mal in seinem Essay „Die Malerei als Zeitvertreib“ erwähnt. Lange Zeit habe er das Gemälde behalten, erst vier Jahre vor seinem Tod habe es Churchill seinem Freund, dem griechischen Reeder Aristoteles Onassis, als Zeichen der engen Freundschaft geschenkt, teilte Phillips-Vizepräsident Jean-Paul Engelen mit.
Seit geraumer Zeit schmückte das Gemälde die Luxusjacht „Christina“ des Milliardärs, wo sie einst viel Zeit zusammen verbracht hatten. Das Bild hatte einen Ehrenplatz in der schiffseigenen Ari-Bar neben Werken großer Meister wie Jan Vermeer, El Greco, Paul Gauguin und Camille Pissaro bekommen. Die Yacht, die Onassis nach seiner Tochter benannt hatte, war einst eine Fregatte der kanadischen Marine. Nach dem Zweiten Weltkrieg kaufte Onassis das Schiff für 34.000 Dollar und ließ es für vier Millionen Dollar zu einer Luxusyacht umbauen. Zu Onassis‘ Gästen auf der „Christina“ zählten Elizabeth Taylor, Richard Burton, die Opern-Diva Maria Callas, Ava Gardner, Marilyn Monroe, der frühere US-Präsident John F. Kennedy und viele andere. Viele Jahre später war die Yacht verkauft und ihr Inventar eingelagert worden. Nun haben sich Onassis‘ Erben entschieden, sich vom Churchill-Bild zu trennen.
Winston Churchill (Archivbild) - SNA, 1920, 26.05.2021
Churchills Zigarrenstummel aus 40er Jahren für 4200 Pfund versteigert
In letzter Zeit erfreuen sich Churchill-Gemälde auf dem Markt einer großen Nachfrage. Bei Christies britischer Auktion für moderne Kunst wurden drei Gemälde des ehemaligen Premierministers für insgesamt 16 Millionen US-Dollar (ca. 13,5 Millionen Euro) versteigert. Zu diesen Werken gehörte das Gemälde, das von Angelina Jolie für 11,6 Millionen US-Dollar (ca. 9,8 Millionen Euro) verkauft wurde und einen Rekord aufstellte. Die Kosten für das diesmal versteigerte Werk belaufen sich schätzungsweise auf 1,5 Millionen bis zwei Millionen Dollar (1,26 bis 1,67 Millionen Euro).
Um die Attraktivität des Gemäldes zu erhöhen, ließ das Auktionshaus Phillips in seinen Räumen in New York die Ari-Bar als Kulisse möglichst realitätsgetreu nachbauen.
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