„Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg“ und das „Unternehmen Barbarossa“ – SNA-Video

Über 27 Millionen sowjetische Todesopfer forderte der Zweite Weltkrieg. Der Überfall Hitler-Deutschlands auf die damalige UdSSR am 22. Juni 1941 war einer der schlimmsten Momente der russischen Geschichte. Eine Sonder-Ausstellung im Deutsch-Russischen Museum in Berlin gedenkt jetzt dieser traurigen Epoche. SNA war vor Ort.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) hielt am Freitag eine Gedenkrede im Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst. Dem Ort, wo Nazi-Deutschland vor den sowjetischen Siegern im Mai 1945 kapitulieren musste. Bis heute hält das Museum in Kooperation mit Instituten und Geschichtsforschern in Russland und Osteuropa die Erinnerung an die Schrecken des „Großen Vaterländischen Krieges“ hoch. Aktuell mit der Sonder-Ausstellung „Dimensionen eines Verbrechens. Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg“.
SNA News war zur feierlichen Eröffnung vor Ort. „Wir haben zwölf ausgewählte Lebenswege in der Ausstellung“, erklärte Historiker und Museumsdirektor Jörg Morré im Interview. „Das ist sehr pädagogisch angelegt. Man kann an diesen zwölf Lebenswegen alle Problematiken im Krieg darstellen.“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier - SNA, 1920, 18.06.2021
„Geschichte darf nicht zur Waffe werden“: Steinmeier spricht erstmals im Deutsch-Russischen Museum
Das Deutsch-Russische Museum gibt an, dass die deutsche Wehrmacht bis Kriegsende etwa 5,7 Millionen Soldaten und Soldatinnen der Roten Armee gefangen nahm. „Damit begann ein beispielloser Eroberungs- und Vernichtungskrieg, der die Sowjetunion bis zum Kriegsende 27 Millionen Menschenleben kostete, von denen mehr als die Hälfte Zivilistinnen und Zivilisten waren.“
Kooperationspartner des Berliner Museums bei diesem Projekt sind: Das Deutsche Historische Institut in Moskau, die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, die Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten sowie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Gefördert wird die Gedenk-Vernissage durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie das Auswärtige Amt.
Noch bis zum Oktober können Interessierte die Open-Air-Ausstellung im Außengelände des Deutsch-Russischen Museums in Berlin-Karlshorst, Zwieseler Str. 4, besichtigen. Die Ausstellung ist mehrsprachig gehalten: In Deutsch, Englisch sowie in deutsch-russischer Übersetzung zugänglich. Mehr Informationen auf der Website des Museums.
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