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Inszenierter Thriller ohne Erfolg: Fitnesstracker des Opfers stellt echten Mörder bloß

© CC0 / Jebulon / WikiCommonsPolizei in Griechenland (Symbolbild)
Polizei in Griechenland (Symbolbild) - SNA, 1920, 18.06.2021
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Ein Fitnesstracker hat der Polizei in Griechenland geholfen, einen Fehler zu vermeiden und den wirklichen Täter in einem grausamen Kriminalfall festzustellen. Ein 33-Jähriger hat gestanden, seine 20 Jahre alte Frau im Beisein des gemeinsamen Babys erstickt zu haben – überführt wurde er durch die Daten des Fitnesstrackers seiner Frau.
Wie die griechische Polizei am Donnerstagabend mitteilte, stimmten die Angaben des Trackers nicht mit den zeitlichen Angaben des Mannes zu der Tat überein. Der Fall ereignete sich am 11. Mai in einem Vorort von Athen und schockierte wegen seiner Brutalität ganz Griechenland.
Der Mann hatte zunächst angegeben, dass seine Familie in der Nacht von drei Unbekannten überfallen worden sei, die ihn angeblich gefesselt und Geld von ihm gefordert haben. Dann hätten sie seine Frau vor seinen Augen erstickt und den Hund der Familie getötet, damit er nicht bellt. Die Polizei veröffentlichte sogar Videos, die zwei mutmaßliche Täter auf einem Motorrad zeigten. Doch nach der Auswertung der Fitness-Uhr der Frau geriet der Ehemann selbst in Verdacht.
Nach den Angaben des Trackers starb die Frau früher als der Mann angegeben hatte. Außerdem hätte ihr Puls bei einem Raubüberfall sehr hoch sein müssen, er sei aber vor ihrem Tod normal gewesen. Auch dass der Mann selbst gefesselt gewesen sei, konnten die Beamten widerlegen: Sein Handy hatte sich im betreffenden Zeitraum innerhalb der Wohnung bewegt.
Gericht (Symbolbild) - SNA, 1920, 29.03.2021
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Der Mann, von Beruf Hubschrauberpilot, hatte laut der Deutschen Presse-Agentur als mutmaßliches Opfer noch Interviews gegeben und gesagt, er wünsche niemandem das, was ihm wiederfahren sei. Nun aber hat er laut griechischer Polizei nach einem erneuten mehrstündigen Verhör gestanden. Er gab an, seine Frau habe ihn verlassen und das Kind mitnehmen wollen. Auch das deckt sich mit den Erkenntnissen der Beamten: Die Frau hatte vor ihrem Tod online nach Hotels gesucht, um die gemeinsame Wohnung verlassen zu können.
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